Gesprengte Viererkette

Während Christian Luvuezo (r.) heute in der Viererkette fehlt, kann Sebastian Mützel (l.) wie gewohnt auflaufen.
Während Christian Luvuezo (r.) heute in der Viererkette fehlt, kann Sebastian Mützel (l.) wie gewohnt auflaufen.
Foto: Funke Foto Services

An diesem Donnerstag eröffnet der SC Westfalia Herne den 31. und damit viertletzten Spieltag der Oberliga Westfalen. Zu Gast im Stadion am Schloss Strünkede ist um 19 Uhr der Tabellenneunte TuS Ennepetal, der mit 40 Punkten auf dem Konto befreit aufspielen kann.

Für die Herner steigt dagegen ein weiteres Endspiel im Fernduell um den Klassenerhalt mit dem SV Zweckel, der mit einem Zähler Rückstand auf den SCW das Schlusslicht der Liga bildet und am Pfingstmontag (15 Uhr) beim SV Westfalia Rhynern antritt.

In der vorgezogenen Begegnung gegen Ennepetal wollen die Strünkeder da anknüpfen, wo sie am vergangenen Sonntag in Gütersloh aufgehört haben. Dort platzte der Knoten, der nach zuvor fünf Niederlagen in Serie ganz schön dick geworden war. „Jetzt müssen wir weiter in der Spur bleiben“, fordert Trainer Holger Wortmann, der aber eine schwierige Aufgabe erwartet: „Ennepetal hat eine gute Rückrunde gespielt und ist für uns zu diesem Zeitpunkt ein schwerer Gegner.“

Wortmann nennt keine Namen

Das liegt sicherlich auch daran, dass Wortmann uns sein Co-Trainer Manuel Bölstler sich mit personellen Problemen konfrontiert sehen und an Alternativen tüfteln. Wie schon in Gütersloh werden Onur Özbicerler (Zehenbruch) und Martin Zakrzewski (muskuläre Probleme) fehlen. Und zudem hat der Erfolg im Heidewaldstadion auch noch zu den Verlusten zweier Abwehrspieler geführt. Christian Luvuezo sah kurz vor Schluss die Ampelkarte und ist ebenso gesperrt wie Tim Kosien, der die fünfte Gelbe Karte kassierte. Damit ist die Viererkette für diesen Donnerstag halbiert. Durch wen die beiden „Kartensünder“ ersetzt werden, ließ sich Wortmann am Mittwoch nicht entlocken: „Ich habe mit Manu Bölstler natürlich schon Alternativen besprochen. Aber vor dem Abschlusstraining werde ich keine Namen nennen.“

Die übrigen Spieler aus der Startformation des vergangenen Wochenendes stehen zur Verfügung. Und aus diesem Kreis wird aller Voraussicht nach Jean-Pierre Schilling wieder die einzige Spitze bilden. In Gütersloh strahlte er zwar kaum Gefahr aus, aber Wortmann nimmt den früheren Schalker in Schutz: „Er ist ja auch eigentlich Außenbahnspieler. Dass er im Sturmzentrum nicht so zum Zuge kam, lag aber nicht nur an ihm. Es fehlten auch die Pässe in die Spitze.“

Auch wenn der SCW aktuell auf jeden Punkt angewiesen ist, verordnet Wortmann seinem Team keine „Harakiri-Taktik“. „Wir werden nicht blind anrennen, sondern aus einer vernünftigen Ordnung heraus spielen und wollen immer wieder Nadelstiche setzen“, kündigt der SCW-Trainer als Marschroute an.