Gerüstet und gewarnt

Kai Schwitalski (am Ball) steht mit dem HC Westfalia beim punktgleichen TuS Hattingen vor einer ebenso schweren wie wichtigen Partie.
Kai Schwitalski (am Ball) steht mit dem HC Westfalia beim punktgleichen TuS Hattingen vor einer ebenso schweren wie wichtigen Partie.
Foto: WAZ FotoPool

TuS Hattingen – HC Westfalia Herne (Sonntag, 17.30 Uhr). Die Neuauflage dieses Duells kann nach dem Pokalspiel vor gut einer Woche starten. Die Herner sind gerüstet und gleichzeitig gewarnt, siegten die Hattinger doch ohne ihren Toptorjäger Osterloh. Aber auch der HCW spielte nicht in Bestbesetzung.

Zu den Hauptstärken des Gastgebers gehören neben dem wurfkräftigen Rückraum das schnelle Umschalten in den Angriff und das Spiel über den körperlich starken Kreisläufer. Westfalia erwartet erneut eine unkonventionell gespielte offensive 4-2- oder auch 6-0-Deckung.

Eine Schwächung ist es, dass der gegen diese Systeme sehr effektiv agierende Jerômé Barth beruflich verhindert ist. „Wir haben in dem wichtigen Duell um Punkte gegen den Abstieg eine Mammutaufgabe vor uns. Mit geduldigen Aktionen, gutem Rückzugsverhalten und Minimierung von technischen Fehlern, werden wir aber unsere Chance haben“, spornt Co-Trainer Tim Bauer sich und seine Mitspieler an.

Der HC Westfalia darf nicht in die Falle laufen, seine Angriffe zu unvorbereitet und überhastet abzuschließen. Dem Spielverlauf sollte er weitestgehend seinen Stempel aufdrücken. Gegenüber der Vorwoche ist die Wurfquote unbedingt zu verbessern. Im Abschluss ist eine stärkere Konsequenz gefordert.

Hattingen baut auf eine hohe Zahl an Ballbesitz, die es zumindest zur Einleitung von Gegenstößen zu verhindern gilt. Bei einem geschlossenen Auftritt und kompakten Aktionen in der Defensive mit gegenseitiger Unterstützung kann Westfalia als Mannschaft mögliche individuelle Nachteile ausgleichen. Das Team, das mehr Willen und Herz zeigt und am durchgängigsten Gas gibt, wird am Ende über den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf triumphieren. Für die Strünkeder ist der Druck ungleich höher als zuletzt beim favorisierten HSC Haltern-Sythen.