Generalprobe für die „Deutsche“ bestanden

Mit den Westdeutschen Einzelmeisterschaften U18 im Sportpark Wanne-Süd haben die Judoka des DSC Wanne-Eickel einmal mehr ein großes Turnier souverän über die Bühne gebracht. Zugleich zeigten sie sich bestens gerüstet für ein noch größeres Event, das am 28. Februar und 1. März ebenfalls im Sportpark stattfindet: Die Deutschen Meisterschaften derselben Altersklasse.

Dann können sich die DSC-Judoka voll und ganz auf die vielfältigen organisatorischen Aufgaben konzentrieren. Heimische Starter sind auf höchster Ebene nicht mehr vertreten. Leah Rutkowski (-70 kg) und Kai Gollan (-81 kg), die schon mit der Qualifikation für die „Westdeutschen“ ihre Ziele erreicht hatten, standen gegen die enorm starke Konkurrenz erwartungsgemäß auf verlorenem Posten und konnten keines der DM-Tickets lösen.

Besonders Leah Rutkowski hatte Grund, mit dem Losglück zu hadern. Sie traf bereits in der ersten Runde auf die gesetzte Bundeskaderkämpferin Jana Tillmanns vom 1. JC Mönchengladbach, die sich später auch souverän den Meistertitel holte. Mit Lokalmatadorin Rutkowski kannte sie keine Gnade und legte sie schon nach sieben Sekunden auf den Rücken. Nur unwesentlich länger widerstand die Dritte der Bezirksmeisterschaften in der Trostrunde den Angriffen von Michelle Löber (DJK Eintracht Borbeck), der sie ebenfalls mit Ippon unterlag.

Auch Kai Gollan, immerhin Kreis- und Bezirksmeister, musste in der 81kg-Klasse die Überlegenheit gleich seiner ersten beiden Gegner anerkennen. Er verlor vorzeitig gegen Wolfgang Albach (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Slava Poleshaev (ASV Süchteln), so dass auch für ihn die Meisterschaft nach zwei Kämpfen beendet war.

Niveau für DSC-Kämpfer zu hoch

„Für unsere beiden Teilnehmer galt für das ,Finale dahoam’ das olympische Motto: Dabeisein ist alles“, meinte DSC-Trainer Volker Gößling. „Mit etwas mehr Losglück hätten sie vielleicht einen Kampf gewinnen können. Insgesamt ist das Niveau bei den Deutschen aber einfach zu hoch.“

Davon konnten sich die Zuschauer auch vor Ort überzeugen. 262 junge Judoka aus 117 Vereinen lieferten sich faire, packende Kämpfe mit allen Finessen und sehenswerten Würfen, das ganze parallel auf fünf Matten. Um den Überblick zu behalten, halfen große Bildschirme, die über den aktuellen Stand in den jeweils zehn Gewichtsklassen informierten. Manches aber ging selbst für geübte Augen zu schnell: So brauchten Tobias Remmen, Falk Petersilka und Samira Bouizgarne gerade mal vier Sekunden, um durch Ippon zu gewinnen und sich dafür Ehrenpreise zu sichern.