Gast aus Oberaden leistet nur passiven Widerstand

Mit aggressiver Abwehrarbeit legte der HC Westfalia (blau) die Basis zum überraschend klaren Sieg gegen Oberaden.
Mit aggressiver Abwehrarbeit legte der HC Westfalia (blau) die Basis zum überraschend klaren Sieg gegen Oberaden.
Foto: MARTIN KERSTAN FOTOGRAFIE / FUNK
Was wir bereits wissen
Hernes Verbandsliga-Handballer sicherten sich mit einem 31:16 gegen SuS Oberaden zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

HC Westfalia Herne -
SuS Oberaden 31:16

Halbzeit: 11:9.

HCW: Müller, Greger; Bauer (1), Liedtke (6), Hettrich (13/4), Bartel (3), Hodde, Dudenhausen (2), Ihnen (5), F. Scheunemann, Sondermann (1), Rödiger, Schwitalski.

Dieses Spiel mit dem tollen Ergebnis gegen den nach der Papierform favorisierten Gast tut den Hernern gut, wenngleich der hohe Sieg täuscht. Der personell noch mehr als die Herner geschwächte Gegner leistete zunächst wenig, nach dem Wechsel fast keinen Widerstand mehr. Und Westfalia nahm die Vorlagen nach dem Abbau der übergroßen Nervosität in den Anfangsminuten (0:3) an.

Aus dem engagierten und sehr konzentrierten Auftritt können die Strünkeder Zuversicht für die kommenden Aufgaben ziehen. Immerhin fehlten Jerômé Barth und Luke Schumann, während Tim Bauer und Fabian Scheunemann nur Kurzeinsätze riskierten. Nach dem 3:3 (10.) hatte sich insbesondere die Herner Abwehr gefunden. Klasse organisiert von Alexander Rödiger, schlossen die Akteure um die unermüdlich ackernden Jakob Liedtke und Julian Ihnen immer wieder entstandene Lücken und halfen sich gegenseitig.

Oberadens körperliche Überlegenheit kam so nicht zum Tragen, zumal auch Hannes Greger und in der Endphase Jochen Müller ihren Gegenüber im Gästetor um Längen ausstachen. Allein die Tore des herausragenden Robin Hettrich von Linksaußen dürften beim SuS-Torwart für Verzweiflung gesorgt haben. Reale Siegeshoffnungen kamen mit den beiden Toren von Robin Bartel kurz vor und sofort nach der Halbzeit zum 12:9 auf. Angetrieben vom ideenreichen und mit guter Übersicht glänzenden Julian Ihnen bauten die Herner binnen zehn Minuten den Vorsprung auf 19:11 aus. Wenn Ihnen keinen besser positionierten Mitspieler fand, „wackelte“ er seinen direkten Kontrahenten leichtfüßig aus. Spätestens jetzt resignierte der einfallslos anrennende Gast.

Durch ständige Wechsel zwischen Defensiv- und Offensivakteuren haushaltete Trainer Körner klug mit den Kräften seiner teils angeschlagenen Spieler, denen der mäßige Spielrhythmus der Gäste zusätzlich in die Karten spielte. Westfalia schoss im zweiten Abschnitt kaum Fahrkarten, selbst ein Rückhandwurf von Jakob Liedtke fand sein Ziel. „Das waren zwei ganz wichtige Punkte. Beim Tabellenvorletzten müssen wir aber in einer Woche unbedingt nachlegen. Die starke Moral der Abwehr um die Mittelachse mit Alex Rödiger und Jakob Liedtke im Zusammenspiel mit Torwart Hannes Greger hat sich positiv auf das gesamte Spiel übertragen“, machte Jens Körner als Ursache für das tolle Ergebnis aus.