Für Westfalia-Kicker soll der Spaß im Vordergrund stehen

Der Kick-mit-Schmidt-Mitternachtscup ist auch in dieser „Hallensaison“, vielleicht neben den Dortmunder Stadtmeisterschaften, das am besten besetzte Fußballturnier im Ruhrgebiet. Auch in diesem Jahr haben die Veranstalter der DJK Spvgg. Herten wieder ein qualitativ hochwertiges Teilnehmerfeld zusammengestellt, mittendrin die beiden Herner Topmannschaften DSC Wanne-Eickel und Westfalia Herne.

Keine Neuen und keine Gastspieler

Westfalias Trainer Holger Wortmann hat derzeit allerdings ganz andere Sorgen: „Es ist ein bisschen schwierig, weil wir in der Winterpause voll im Umbruch sind.“ Wenn die Strünkeder an diesem Abend um 18.24 Uhr in der Hertener Rosa-Parks-Schule gegen den Westfalenligisten SC Hassel ihr erstes Spiel bestreiten, haben erste Spieler den Verein schon verlassen, andere sind im Urlaub. Trotzdem verspricht Wortmann eine schlagkräftige Mannschaft: „Bis auf einen Jugendtorwart wird unser Kader sich ausschließlich aus Oberligaspielern zusammensetzen.“

Viel Raum für Rotationen werde man allerdings nicht haben. Testspieler oder Neuverpflichtungen werden die Zuschauer nämlich nicht zu sehen bekommen. Wortmann erklärt: „Neue Spieler stehen bei uns erst ab 1. Januar unter Vertrag, und Gastspieler dürfen wir nicht einsetzen, da für den Turniersieg ja ein Preisgeld ausgesetzt ist.“

Welches den Herner Trainer und Manager allerdings nicht wirklich interessiert: „Hallenturniere sehen viele zu eisern, zu ehrgeizig, meiner Meinung nach. Es geht darum, dass wir Spaß haben, einen ordentlichen Jahresabschluss haben und uns als Oberligist vernünftig präsentieren. Und natürlich darf sich niemand verletzen, das ist das Wichtigste!“

Auch wenn Westfalia als einer von drei Oberligisten im Feld als Gruppenkopf gesetzt ist und zumindest auf dem Papier als Favorit gilt, setzt Wortmann also keine Ziele, zumal man sich ja auf die neuen Hallenregeln einstellen müsse. Ein Ausscheiden in der Gruppenphase gegen den SC Hassel, die Sportfreunde Stuckenbusch und den SV Vestia Disteln wäre dann aber wohl doch eine Enttäuschung.