Fortuna völlig von der Rolle

Fortuna Herne (grün) unterlag dem SSV/FCA Rotthausen (gelb/blau) mit 2:4.
Fortuna Herne (grün) unterlag dem SSV/FCA Rotthausen (gelb/blau) mit 2:4.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Durch eine schwache Leistung verliert der SV Fortuna Herne das Nachholspiel gegen Rotthausen mit 2:4.

Fortuna Herne -
SSV/FCA Rotthausen 2:4

Tore: 0:1 (10.), 0:2 (12.), 0:3 (32.), 1:3 (67.) Pfeffer, 2:3 (76.) Pfeffer, 2:4 (87.).

Fortuna: Block; Wichert (46. Nasri), Yaman, Köse, Messaoud, Pries, Lier, Bedersdorfer, Renneberg (46. Pfeffer), Pirsig (81. Ascione), Lier.

Auch wenn die personelle Situation Schwierigkeiten versprach, eine derart schlampige Vorstellung wie die im Nachholspiel gegen den SSV Rotthausen, die hatte man bei Fortuna Herne wahrlich nicht erwartet. „Das war schlecht, schlechter, am schlechtesten“, so Michele di Baris niederschmetterndes Fazit.

Anstatt mit einem Sieg in der Tabelle den Anschluss zu Lokalrivale BV Herne-Süd herzustellen, fielen die Herner nunmehr hinter Rotthausen zurück auf Platz neun.

Gerade eine halbe Stunde war gespielt, da lag die di-Bari-Elf bereits mit 0:3 im Hintertreffen. „So viele einfache Fehler“, stöhnte di Bari. „Die Jungs waren einfach nicht auf dem Platz. Und mit Rotthausen hatte man einen Gegner auf Augenhöhe, da kann ich das nicht verstehen.“

Zwei Lichtblicke aus Herner Sicht gab es in dem Trauerspiel aber dennoch. Zum einen vermittelte der wieder genesene Murad Nasri (mit zehn Treffern immer noch bester Fortuna-Schütze) bei seinem 45-Minuten-Comeback einen positiven Eindruck, und zum anderen kickte sich mit Jan Pfeffer ein Newcomer in den Blickpunkt.

Kesler als Vorbereiter

In der Halbzeitpause kam der A-Jugendliche für René Renneberg in die Partie und führte die Fortuna mit zwei Treffern zum Anschluss.

In der zweiten Halbzeit war dann also gewissermaßen „Pfeffer“ in der Begegnung - im das im doppelten Sinne. Zweimal (67./76. Minute) wurde der Youngster von Marcel Kesler über rechts mit scharfen Flankenbällen auf den zweiten Pfosten bedient und vollstreckte erfolgreich. Unter anderem traf er per Flugkopfball. Herne durfte damit durchaus wieder hoffen. Als die Gastgeber jedoch in der Schlussphase die Abwehr lockerten, setzte Rotthausen den entscheidenden Konter zum 2:4-Endstand.

„In der zweiten Halbzeit war die Mannschaft zwar bemüht“, so di Bari. In letzter Hinsicht jedoch gab die Trainer-Beurteilung der Gesamtleistung im Prinzip nur ein einziges Wort her: „Katastrophal“.