Feldmann köpft RSV Wanne zum Aufstieg

Karim Boybauan (rechts) gelang mit dem RSV Wanne der Sprung in die Kreisliga A.
Karim Boybauan (rechts) gelang mit dem RSV Wanne der Sprung in die Kreisliga A.
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler

Der RSV Wanne hat das Aufstiegsrelegationsspiel zur Kreisliga A gegen die Zweitvertretung des FC Frohlinde mit 1:0 für sich entschieden. Das Tor des Tages köpfte David Feldmann in der 103. Minute. „Das ist ein unfassbarer Moment. Ich bin überglücklich“, konnte RSV-Coach Volker Hammer seine Freude über den Aufstieg noch gar nicht richtig in Worte fassen.

Von Beginn an bot sich den etwa 400 zahlenden Zuschauern auf dem Sportplatz des SV Holsterhausen ein offenes Spiel. Beide Teams waren vor der Pause darauf bedacht, in der Defensive keine Fehler zu machen. Die erste kleinere Torchance hatte der RSV nach einer Viertelstunde, doch Dennis Grabowski setzte seinen Schuss neben das FCF-Tor. Eine weitere Viertelstunde später hatte Christian Pflüger, den RSV-Coach Volker Hammer in dieser Saison zum Libero umfunktioniert hat, seine erste gute Gelegenheit per Freistoß. Doch er scheiterte mit seinem Schlenzer an Robin Böhmer im Tor der Castroper. Von der Zweitvertretung des FC Frohlinde kam vor der Pause nach vorne gar nichts und RSV-Aushilfskeeper Sascha Naujoks hatte bis zum Seitenwechsel einen ruhigen Nachmittag.

In Hälfte zwei wurden der FCF deutlich stärker. Im Sturmzentrum blitzte immer wieder die Klasse von Sebastian Janas auf, der letztes Jahr noch für Velbert in der Regionalliga spielte. Doch sowohl Janas als auch seine Teamkollegen scheiterten immer wieder am starken Sascha Naujoks im RSV-Tor, der seine Gegenüber teilweise mit sehr unkonventionellen Paraden zur Verzweifelung brachte. „Besser konnte ich es nicht“, flachste er nach dem Spiel mit seinem Coach Volker Hammer, der ein Riesenlob für seinen Keeper übrig hatte: „Sascha hat ein überragendes Spiel gemacht und uns in der zweiten Hälfte in der Partie gehalten.“ Vor allem gegen Sebastian Janas war er zweimal bärenstark. So pfiff der gute Schiedsrichter David Hennig die Partie nach 90 Minuten ab und es ging ohne Tore in die Verlängerung. Pünktlich zum Wiederanpfiff hatte ein Wolkenbruch den Ascheplatz an der Wiesenstraße unter Wasser gesetzt, so dass beide Teams die letzten 30 Minuten auf sehr rutschigem Geläuf verbringen mussten. Beiden Mannschaften merkte man nun den Kräfteverschleiß nach der langen Saison deutlich an. Das Mittelfeld wurde auf beiden Seiten häufig mit langen Bällen überbrückt, doch richtige Torchancen kamen vorerst nicht zu Stande. Doch dann kam die 103. Minute. RSV-Spieler Fabian Eckardt erkämpfe sich in der Hälfte des FC Frohlinde den Ball und konnte nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Freistoß-Spezialist Christian Pflüger legte sich dieKugel 25 Meter vor dem Tor zurecht und zirkelte das runde Leder direkt auf den Kopf des aufgerückten David Feldmann. Dieser rammte den Ball mit einem wuchtigen Kopfball in die Maschen. „Dieser Moment war die pure Ekstase. Alle sind zum jubeln auf den Platz gestürmt“, so Volker Hammer. In den restlichen 17 Minuten verteidigte sein Team mit allen Spielern und ließ nur noch eine Tormöglichkeit von Frohlinde zu. Die hatte es jedoch in sich: Sascha Naujoks konnte einen 25-Meter-Knaller von Hendrik Fülling nur nach vorne abklatschen, der Nachschuss des völlig freistehenden Sebastian Janas klatschte an den Außenpfosten.Nachdem Frohlinde auch die dreiminütige Nachspielzeit der Verlängerung nicht nutzen konnte war der RSV-Aufstieg perfekt. Schnell bildete sich eine große rot-schwarze Jubeltraube um Kapitän Arkadius Ronka und die Feierei hatte begonnen. „Wir hatten im Vorfeld extra nichts geplant, aber jetzt wird richtig gefeiert. Die Tankstellen im Umkreis können ihren Biervorrat schon mal schnell aufstocken“, lachte Volker Hammer.