FdG gewinnt „Schlacht am Teutoburger Wald“

Lange Fahrt, kurzes Spiel: Die FdG-Damen waren ihren Gastgebern deutlich überlegen.
Lange Fahrt, kurzes Spiel: Die FdG-Damen waren ihren Gastgebern deutlich überlegen.
Foto: FUNKE Foto Services

Telekom Post SV Bielefeld -
SG FdG Herne 0:3

Sätze: 7:25, 19:25, 15:25.

FdG: Heisel, Heynck, J. Kruska, Pietsch, Pommer, Pospiech, Röchner, Rues, Thewes.

Das knappe Hinspielergebnis und die Tatsache, dass Tabellenführer Gladbeck in Bielefeld mit 0:3 unter die Räder kam, waren Warnung genug für Hernes Regionalliga-Volleyballerinnen, die Aufgabe beim Schlusslicht ernst zu nehmen. Allerdings konnten die FdG-Damen die reise nach Ostwestfalen nur mit acht Feldspielern und einem Libero antreten. Die aber holten – bestens eingestellt -- ganz locker drei weitere Punkte. Schützenhilfe leistete dabei ein eher zahnloser Papiertiger als bissiger Gastgeber im Abstiegskampf: Bielefeld präsentierte sich unerwartet schwach.

Selten war ein Spielberichtsbogen so übersichtlich wie aussagekräftig zugleich. Im ersten Durchgang gelang Bielefeld exakt ein einziger Punkt bei eigener Aufgabe. Ansonsten gerieten die Gastgeberinnen bereits durch Hernes Angaben dermaßen unter Druck, dass an einen koordinierten Angriffsaufbau überhaupt nicht zu denken war.

Den Anfang machte hierbei Kirsten Rues mit fünf Angaben in Folge, das Ende markierte Joelle Pospiech mit deren acht. Bielefelds Annahme sah einfach nicht gut aus und ermöglichte Herne einen schnellen und deutlichen Satzgewinn.

Und auch im zweiten Durchgang lief eigentlich alles nach Plan, bis Lisa Pommer beim Stande von 13:8 mit Rückenproblemen vom Feld musste. Der Rhythmus litt und Gastgeber Bielefeld kam bis auf einen Punkt heran, bevor die FdG-Sechs die Zügel wieder anzog und auch den zweiten Satz holte. Die nächste Schrecksekunde dann im dritten Durchgang beim Stande von 22:13 aus Herner Sicht. Justina Heynck kam unglücklich auf und knickte um. Als einzige Auswechselspielerin stand noch Jenny Heisel am Rand, die aber bereits beim Einspielen über Schmerzen im Oberschenkel klagte. Doch für die beiden noch fehlenden Punkte ging auch das.

Überraschung in Köln

Einseitig, aber auch verlustreich verlief also die „Schlacht am Teutoburger Wald“ aus Herner Sicht. Bielefeld war für eine Überraschung einfach nicht gut genug.

Anders sah es in Köln aus, wo der Gastgeber im Tiebreak gegen Lüdinghausen unterlag, Damit ist Gladbeck mit 29 Punkten wieder an der Spitze, gefolgt von Köln und Senden mit je 28 Zählern. In Lauerstellung dahinter folgt bereits Herne mit 25 Punkten, danach kommt lange Zeit erst einmal gar nichts. Auch irgendwie beruhigend.