FdG-Damen gewinnen im Eiltempo

Der Block steht: Julia Röchner (m.) und Ulla  Bendikowski  können auch diesen Schlag abwehren.
Der Block steht: Julia Röchner (m.) und Ulla Bendikowski können auch diesen Schlag abwehren.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Erster Rückrundensieg für Hernes Regionalliga-Volleyballerinnen: Beim 3:0 gegen Werth/Bocholt steigerten sie sich am Ende in einen Spielrausch.

SG FdG Herne -
SG SV Werth/TuB Bocholt 3:0

Sätze: 26:24, 25:15, 25:5.

FdG: Bendikowski, Froitzheim, Heisel, Heynck, J. Kruska, Pietsch, Pommer, Pospiech, Röchner, Rues, Schäfer, Thewes.

Der Bann ist gebrochen: Nach verhaltenem Beginn kamen die FdG-Damen richtig in Fahrt und fuhren gegen die Gäste vom Niederrhein den ersten Sieg der Rückrunde ein, und das mehr als deutlich. Gerade einmal 44 Ballpunkte gönnten sie der Spielgemeinschaft aus Werth und Bocholt, die nach einer guten Stunde bereits wieder die Heimreise antreten durfte.

Zu Beginn stotterte der FdG-Motor noch etwas. Der frisch gefallene Schnee auf dem Hallendach wirkte wie ein Kühlschrank, beide Teams mussten erst warmlaufen. Mit wechselnden Führungen ging es in den zweistelligen Bereich, als sich Herne erstmals absetzen konnte, gegen kampffreudige Gäste bei 17 Zählern aber wieder den Ausgleich kassieren musste. Erneut zog FdG davon, aber auch ein 22:17 sollte nicht reichen. Die Damen vom Niederrhein hatten sich nämlich inzwischen auch warmgespielt, holten sieben Punkte in Folge und damit zwei Satzbälle. Herne zeigte sich jedoch unbeeindruckt, wehrte diese hochkonzentriert ab und wendete das Blatt noch. Dass der Gast damit bereits den Großteil seiner Punkte eingefahren hatte, konnte da jedoch noch niemand ahnen.

Zumal auch Durchgang zwei eher holprig begann. Aus dem 0:2 machte das Herner Team schnell eine 7:3-Führung, aber auch das war noch nicht der Durchbruch. Vielmehr kämpfte sich der Gast heran und glich zum 15:15 aus. Dann aber ging’s los. Herne gewann den nächsten Punkt, Julia Röchner erhielt das Aufschlagsrecht, und das gab sie bis zum Satzgewinn nicht mehr her. Was nicht direkt verwandelt wurde, war so schwer zu nehmen, dass ein geregelter Angriffsaufbau auf Gästeseite kaum möglich war, und was dann noch durchkam, wurde von der FdG-Abwehr brillant verteidigt.

Am Ende klappt alles

Doch es sollte noch dicker kommen für die Gäste. Röchner ließ zu Beginn des dritten Satzes eine zweite Serie bis zum 10:2 folgen. „Ich hatte vorher zwei vergeben, das musste ich wieder gutmachen“, gab Hernes Spielmacherin später zu Protokoll. In der Tat sind zwei vergebene Aufschläge viel für jemanden, der die Vorgaben des Trainers gern exakt umsetzt. Uli Walkenhorst aber war urlaubsbedingt nicht da, Hernes Zuspielerin musste selbst entscheiden – und ihr Erfolg pushte das ganze Team. Da gab es dann richtig was für’s Auge. Egal, wem der Pass galt, es wurde einfach nur vollstreckt, vor allem durch Joelle Pospiech, die ein ums andere Mal in den Dreimeterraum drosch. Dass bei einem solchen Lauf auch alle Kombinationen klappen, keine Frage. Herne spielte für die Galerie gegen am Ende hoffnungslos überforderte Gäste.