Faber und Gilles verlassen den DSC

Mit Jens Faber verliert NRW-Ligist DSC Wanne-Eickel seinen stärksten Spieler.
Mit Jens Faber verliert NRW-Ligist DSC Wanne-Eickel seinen stärksten Spieler.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services

Genau wie der TTC Herne-Vöde spielen auch die Tischtennis-Asse des DSC Wanne-Eickel in der kommenden Saison in der neu gegründeten NRW-Liga. Wie schon in den letzten Jahren kommt es aber auch diesmal nicht zu einem Aufeinandertreffen der beiden Ortsrivalen. Denn während die Vöder der Gruppe 1 zugeteilt wurden und nach Ostwestfalen oder ins Sauerland reisen, liegen die Ziele der Wanne-Eickeler in Gruppe 2 überwiegend westlich im Duisburger und Oberhausener Raum, aber auch nahe an der holländische Grenze.

Beim DSC ist man allerdings gar nicht böse über das entgangene Derby, denn zur Zeit hätte man gegen den Nachbarn wohl kaum eine Chance. Während die Vöder ihre besten Spieler behalten haben und sich sogar noch verstärken konnten, verlor der DSC seine Nummer eins, Jens Faber, und dazu noch Robert Gilles aus dem mittleren Paarkreuz an den TTC Post Hiltrop.

Jörg Stöck nimmt Abgänge sportlich

Obwohl der Abgang der beiden für den Club völlig überraschend kam und auch nicht mehr allzu viel Zeit blieb, sich vor Ablauf der Wechselfrist noch um Ersatz zu kümmern, trägt Mannschaftssprecher Jörg Stöck seinen Ex-Kollegen nichts nach: „Vor allem Jens Faber, aber auch Robert Gilles haben maßgeblich zu unserem Aufstieg beigetragen. Ich wünsche ihnen alles Gute und viel Erfolg bei Hiltrop.“

Dass es ohne die beiden erfahrenen Spieler schwerer werden wird und das Saisonziel deshalb nur noch der Klassenerhalt sein kann, weiß Jörg Stöck natürlich auch, traut der neu formierten Mannschaft aber durchaus zu, den Abstieg zu vermeiden: „Mit Daniel Seidel aus der Oberligamannschaft des BVB für die Position eins, Numan Yagci vom TTC Hagen an vier und Jasper Reinbothe vom TTC Vöde an sechs haben wir drei junge, spielstarke Leute hinzu gewinnen können. Sie werden zusammen mit mir an zwei, Björn Baumann an drei und meinem Sohn Hendrik an fünf unser Team bilden und das Saisonziel Klassenerhalt in Angriff nehmen.“

Ob der DSC allerdings zum Saisonauftakt am 29. August bei der MTG Horst in Essen mit seiner besten Sechs antreten kann, ist noch ungewiss. Numan Yagci hat sich vor einigen Tagen bei einem Turnier eine Bänderverletzung zugezogen, die ihn womöglich zu einer längeren Pause zwingt. Das könnte fatale Folgen für die Wanne-Eickeler haben, denen gleichwertiger Ersatz nicht zur Verfügung steht, und die jetzt befürchten müssen, gleich zu Beginn wertvollen Boden im Abstiegskampf zu verlieren. Erster Heimspielgegner ist übrigens am 5. September die TTVg WRW Kleve.