Endspiel für den SC Westfalia

Manuel Bölstler im Spiel gegen den ASC vor wenigen Wochen am Schloss Strünkede.
Manuel Bölstler im Spiel gegen den ASC vor wenigen Wochen am Schloss Strünkede.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Abstieg oder Klassenerhalt? Am Sonntag geht es für Westfalia Herne um alles. Die wichtigsten Fakten vor dem Spiel beim ASC Dortmund.

An diesem Sonntag steht der letzte Spieltag der Oberligasaison 2014/15 auf dem Programm. Für den SC Westfalia Herne geht es dabei um alles. Mit einem Sieg beim ASC Dortmund (15 Uhr, Waldstadion Aplerbeck, Schwerter Str. 238, 44287 Dortmund) will sich der Traditionsverein eine weitere Spielzeit in der fünfthöchsten Liga sichern.

Ausgangslage

Durch den Rückzug des VfB Hüls steigt nur der Tabellenletzte ab. Das ist aktuell der SV Zweckel, der zwei Punkte und mit einer um einen Treffer schlechteren Tordifferenz hinter dem SCW liegt und am Sonntag den Tabellenvierten SC Roland zu Gast hat. Gewinnt Herne in Dortmund, ist für die Strünkeder der Klassenerhalt perfekt. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage des SCW hängt alles davon ab, wie die Partie in Zweckel endet.

Rückblick

8. Juni 2014: Am letzten Spieltag lag der SC Westfalia Herne in Bielefeld zur Halbzeit gegen den bereits seit längerem feststehenden Absteiger TuS Dornberg mit 0:1 hinten, zur gleichen Zeit führte der TuS Heven bei der TSG Sprockhövel mit 1:0. Zu diesem Zeitpunkt waren die Strünkeder abgestiegen. Dann aber wendete sich das Blatt auf beiden Plätzen. Mit einem deutlichen 5:1 zog der SCW selbst den Kopf aus der Schlinge, war letztlich auf den 3:1-Erfolg der Sprockhöveler nicht mehr angewiesen.

Personallage

Mit Onur Öcbicerler und Dennis Weßendorf stehen nur noch zwei Spieler aus der damaligen Startelf im Kader der Westfalia. Öcbicerler hat beim 2:2 gegen Erndtebrück zuletzt trotz eines gebrochenen großen Zehs bis zur 89. Minute durchgespielt. In dieser Woche an der Uni trat ihm ein Studienkollege auf den verletzten Fuß; der Einsatz des Mittelfeldspielers ist fraglich.

Weßendorf hat gegen Erndtebrück als zweiter „Sechser“ neben Fatlum Zaskoku einen guten Ersatz für den verletzten Manuel Bölstler (Faserriss) abgegeben. Bölstler hat in dieser Woche nicht trainieren können, wollte aber am Freitagabend einen Versuch wagen. „Dennis hat in dieser Saison wenig gespielt, aber wenn er auf dem Platz war, hat er uns wirklich geholfen“, lobt Bölstler.

Semih Aktas ist angeschlagen; definitiv ausfallen wird Innenverteidiger Jusuf Kilic, der sich letzten Sonntag die fünfte Gelbe Karte abholte.

Trainermeinung

„Wichtig ist, nicht zu verkrampfen. Wir müssen ganz locker ins Spiel gehen“, sagt Co-Trainer Manuel Bölstler. Für das gestrige Abschlusstraining standen noch „zwei, drei taktische Dinge“ auf dem Plan, „aber wir werden auch noch einmal aufrufen, was wir bisher in der Rückrunde geleistet haben“, so Bölstler.

Chefcoach Holger Wortmann hielt die Taktikkarten noch verdeckt: „Wir werden das Hinspiel, das ja noch nicht so lange zurückliegt, noch einmal analysieren.“ Die Nachholpartie am 22. April hatte der SCW mit 1:2 verloren. „Da waren wir schwach. Fakt ist, dass wir viele gute Spiele aus einer klaren Ordnung heraus gemacht haben“, so Wortmann.