Einvernehmlich und konsequent

Die Formel von einer einvernehmlichen Trennung ist im Fußball an der Tagesordnung. Oft soll sie kritische Nachfragen verhindern, Differenzen verkleistern, enttäuschte Erwartungen kaschieren. Der Fall Stroetzel/DSC liegt offenbar anders. Hier wird weder ein Trainer rausgeworfen, noch hat er von sich aus hingeschmissen.Vielmehr wird ein auslaufender Kontrakt nicht verlängert, weil sich beide Vertragsparteien nicht auf ein Ziel und damit auch nicht auf den Weg einigen können. Das kann man „einvernehmlich“ nennen, ohne Floskelalarm auszulösen. Und ohne Meinungsverschiedenheiten zu ignorieren, die es auch in der Sportlichen Leitung immer mal gegeben hat.

Grundsätzlich sieht der DSC-Vorstand die Mission seines zum Saisonende scheidenden Trainers als erfüllt an. Als Stroetzel im Januar 2013 von Jürgen Wielert übernahm, krebste der DSC im Tabellenkeller herum. Seine Aufgabe war es, die Schwarz-Gelben dorthin zu führen, wo sie unter Willi Koppmann mal standen: In die Nähe der Oberliga. Dieses gemeinsame Ziel ist erreicht. Jetzt gilt es, den nächsten Schritt zu machen. Zwar wollen beide Partner in die Oberliga, doch der eine tritt aufs Gas, der andere bremst, will nichts überstürzen. Also trennen sich die Wege. Nur konsequent.