Ein Tennisstar zum Anfassen

Tipps gab der Ex-Davis-Cup-Spieler Patrick Kühnen am Demo-Tag beim TC Grün-Weiß Herne.  Im Bild: v.l. Laura Waack (Mitveranstalterin), Patrick Kühnen, TC-Mitglied Josie Ormanin und Christian Watschke (Mitveranstalter).
Tipps gab der Ex-Davis-Cup-Spieler Patrick Kühnen am Demo-Tag beim TC Grün-Weiß Herne. Im Bild: v.l. Laura Waack (Mitveranstalterin), Patrick Kühnen, TC-Mitglied Josie Ormanin und Christian Watschke (Mitveranstalter).
Foto: Michael Korte

Im Rahmen der „Wilson Burn Challenge 2015“ war Patrick Kühnen, Ex--Chef des deutschen Daviscup-Teams, zu Gast beim TC Grün-Weiß Herne. Zur Einführung der Player ID sowie der brandneuen BURN Racket-Familie startete Wilson die größte Demo-Tour in der Unternehmensgeschichte. Dabei finden im Mai und Juni mehr als 140 Events in ganz Deutschland statt. So wie auch Pfingstsonntag an der Vinckestraße. „Weil wir viele Schuhe, Schläger und Tennis-Bekleidung der Firma Wilson verkaufen, wurden wir gefragt, ob wir nicht ein Teil dieser Promo-Tour sein wollen“, berichtete John Barrett, Cheftrainer bei den Grün-Weißen. „Da konnten und wollten wir nicht nein sagen“, so der gebürtige Engländer weiter.

An Pfingstsonntag strahlte das Logo des Tennisartikel-Herstellers schon früh morgens über die Vinckestraße. Eine große Zahl von Testschlägern, alle aus der neuen Racket-Kollektion, konnte auf den Plätzen ausprobiert werden, außerdem standen Taschen, Kappen und weitere Tennisartikel zum Verkauf.

Doch für die vor allem jungen Gäste war die „Wilson Burn Challenge“ das Highlight des Tages. Ein Talent nach dem anderen „ackerte“ sich über die rote Asche. Drei Vorhandschläge, drei Mal Rückhand, zwei Spurts an den Außenlinien des Platzes, anschließend den Leiter-Parcours durchlaufen, gefolgt von fünf Kniebeugen und Liegestützen. Wer dann noch zwei Aufschläge fehlerfrei ins Feld brachte, der hatte die Challenge bestanden. Unterstützt vom Promoteam und angespornt durch laute Musik, versuchten sich über 50 Teilnehmer an diesem Parcours. „Das war vor allem für die jungen Teilnehmer eine tolle Sache“, freute sich Bodo Oberwittler, Jugendleiter beim TC Grün-Weiß.

Doch dann war da noch einer, der alle Augen auf sich zog und den man vorher nur aus dem Fernseher kannte. Ex-Daviscup-Teamchef Patrick Kühnen unterstützte das junge Wilson-Team an diesem Tag und stand jedem Gast für Smalltalk zur Verfügung. Auch ließ es sich der Wimbledon-Viertelfinalist von 1988 nicht nehmen, den jungen Challenge-Teilnehmern mit Tipps zur Seite zu stehen und höchstpersönlich die Zeit zu nehmen. „Die Teilnahme von Patrick Kühnen ist für uns eine Riesensache. Viele Gäste kennen ihn nur aus dem Fernsehen und sind extra wegen ihm zu uns gekommen“, so Bodo Oberwittler weiter. Kühnen zeigte sich nicht nur sehr sympathisch und volksnah, auch bei Fragen zu Schläger-Bespannungen oder der richtigen Matchtaktik hatte der 49-Jährige zu jedem Thema, sei es noch so laienhaft vorgebracht, wertvolle Tipps und Antworten im Repertoire.

„Für uns ist es in Herne schwierig neben den Sportarten Fußball und Basketball bekannt zu bleiben und Jugendliche für den Tennissport zu gewinnen. Da sind so Veranstaltungen sehr wichtig und wir wären dumm, wenn wir diese Gelegenheit nicht genutzt hätten. Leider sind durch die Pfingsttage viele Leute im Urlaub“, hätte Jugendwart Oberwittler gerne noch ein paar mehr Gäste an der Vinckestraße begrüßt. Vereinscoach John Barrett hatte da schon andere Dinge im Kopf: „Patrick Kühnen hat mich gefragt, ob wir später noch ein paar Bälle schlagen können. Eigentlich hatte ich gestern ein Meisterschaftsspiel und bin etwas kaputt, aber wenn so ein ehemaliger Weltklasse-Spieler fragt, dann kann ich ja schlecht nein sagen“, lachte Barrett.