Ein Punkt ist Pflicht für Herne

Dragan Subotic steht mit dem TTC Ruhrstadt dicht vor dem Klassenerhalt in der 2. Tischtennis-Bundesliga.
Dragan Subotic steht mit dem TTC Ruhrstadt dicht vor dem Klassenerhalt in der 2. Tischtennis-Bundesliga.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services

Mit einem Doppelspieltag für den TTC Ruhrstadt Herne endet an diesem Wochenende die Saison in der 2. Tischtennis-Bundesliga. Aus den beiden Spielen am Samstag in der Ruhrstadtarena gegen den TTC Jülich (18 Uhr) und am Sonntag beim 1. FC Köln (14 Uhr) benötigen die Herner nur noch einen Punkt, um den Klassenerhalt endgültig zu sichern.

Wenn es nach dem Geschäftsführer Arthur Schemp geht, soll der noch fehlende Zähler bereits im Heimspiel am Samstag eingefahren werden: „Dann könnten wir am Sonntag ganz entspannt nach Köln fahren und müssen nicht mehr ängstlich darauf schauen, wie Weinheim und Fürstenfeldbruck spielen.“ Leicht machen werden es die Jülicher den Ruhrstädtern aber bestimmt nicht, denn sie sind in diesem Spiel gleich doppelt motiviert. Zum einen kann sich die Mannschaft mit zwei Siegen in Herne und am Sonntag in Dortmund noch den Meistertitel sichern, zum anderen hat sie aus der 0:6-Niederlage im Hinspiel noch eine Menge gut zu machen.

Trotz dieses klaren Erfolgs beim ersten Aufeinandertreffen sieht Arthur Schemp sein Team in der Außenseiterrolle: „Man muss ja nur auf die Tabelle schauen, um zu wissen, wer am Samstag Favorit ist. Jülich hat gegen uns seine einzige 0:6-Schlappe kassiert. Die werden zeigen wollen, dass es sich dabei nur um einen Ausrutscher gehandelt hat.“

Das gilt insbesondere für Jülichs Nummer eins, Lauric Jean. Der Ex-Herner kann sich zwar nicht gegen den inzwischen nach unten gerutschten Petko Gabrovski für die erlittene Hinspielniederlage revanchieren, wird dafür aber bestimmt versuchen, sich an Dragan Subotic und Anton Källberg schadlos zu halten.

Ein Wiedersehen gleich mit zwei ehemaligen Herner Spielern gibt es auch am Sonntag beim 1. FC Köln. Thomas Brosig an Position zwei und Florian Wagner an vier werden ebenfalls versuchen, es ihrem alten Club so schwer wie möglich zu machen, auch wenn es für die Geißböcke, deren Abstieg schon seit einigen Wochen feststeht, um nichts mehr geht. Gerade deshalb sieht Arthur Schemp diesem Spiel aber mit einer gehörigen Portion Skepsis entgegen: „Seit der Abstieg der Kölner feststeht, haben sie befreit aufgespielt und hervorragende Ergebnisse erzielt. Mit zwei 6:4-Siegen gegen Königshofen und Weinheim, aber auch der knappen Niederlage gegen Jülich haben sie bewiesen, dass sie besser sind, als es der Tabellenstand vermuten lässt.“

Gute Chance auf den Klassenerhalt

Trotz der einen oder anderen Unwägbarkeit sind die Aussichten für den TTC Ruhrstadt hervorragend, auch in der nächsten Saison in der zweiten Liga aufschlagen zu können. Selbst wenn der Tabellensiebte beide Spiele verlieren sollte, genügt schon ein Punktverlust von Weinheim gegen Tabellenführer Grünwettersbach oder von Fürstenfeldbruck gegen den Vierten Frickenhausen, um den Klassenerhalt und damit das gesteckte Saisonziel zu erreichen.