Ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt

Nie zu halten von der Gäste-Abwehr war Fabian Scheunemann, der hier eines seiner acht Tore erzielt.
Nie zu halten von der Gäste-Abwehr war Fabian Scheunemann, der hier eines seiner acht Tore erzielt.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Klassenerhalt ist nah: Mit dem 32:22 über die HSG Vest Recklinghausen feierten Westfalias Handballer einen wichtigen Heimsieg.

HC Westfalia Herne -
HSG Vest Recklinghausen 32:22

Halbzeit: 16:9.

HCW: Müller, Greger (n.e.); Schumann (1), Lukic (4), Hettrich (5), Bartel (7), Hodde, Ihnen (1), F. Scheunemann (8), Barth, Sondermann (2), Rödiger (1), Schwitalski (3/3).

Wieder eine überzeugende Leistung des HCW in eigener Halle, die für einen hoch verdienten wie notwendigen Sieg sorgte. Eine solche Dominanz über den Tabellenfünften war nicht unbedingt zu erwarten. Trainer Jens Körner war nach dem Abpfiff sehr erleichtert: „Noch stehen drei Endspiele vor uns, aber gegen Recklinghausen haben wir einen relativ großen Schritt zum Klassenerhalt getan.“ Ergänzend meinte sein Co- Tim Bauer: „Dieser Auftritt hat die Überraschungssiege gegen die Meisterschaftsfavoriten bestätigt, die Niederlagen gegen PSV Recklinghausen und Plettenberg/Werdohl aber auch noch schmerzlicher gemacht. Wir müssen eine solche Energieleistung auch auswärts bringen.“

Mit tadelloser Defensivarbeit setzte Westfalia den Gast von Anfang an so stark unter Druck, dass der zur Vermeidung passiven Spiels mehrfach zu ineffizienten Würfen verleitet wurde. Bei eigenen Abwehraktionen versuchte sich die HSG mit übertriebener Härte Respekt zu verschaffen, von der sich die körperlich unterlegenen Strünkeder aber nicht beeindrucken ließen. Ein freundschaftlicher Nachbarschaftskampf war diese Begegnung lange Zeit jedenfalls nicht. Die abgeblockten oder vom erneut überzeugenden Jochen Müller entschärften Bälle fanden mit langen Pässen zu den punktgenau startenden Außenangreifern Robin Hettrich und Robin Bartel sowie Fabian Scheunemann torgefährliche Abnehmer. Die Trefferquote dieser Schützen war beeindruckend.

Nach dem 6:6 zermürbten sechs Tore in Folge die Recklinghäuser. Damit war eine Vorentscheidung gefallen, zumal die Gästetorhüter durch die platzierten Würfe der drei Haupttorschützen ihre Verunsicherung nie ablegen konnten. Das Angriffsspiel des Nachbarn blieb dagegen einfallslos. Hernes kurz nach dem Wiederanpfiff auf neun Tore ausgebaute Führung schrumpfte zwar bis zur 45. Minute auf 23:18 zusammen, wurde dann aber wieder komfortabel ausgebaut. In dieser Phase half auch Robert Lukic wieder durch gelungene Anspiele und Torwürfe. Am Samstag muss beim Schlusslicht Borussia Höchsten unbedingt nachgelegt werden.