Ein bisschen Wettkampfcharakter

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Was wir bereits wissen
SC Westfalia Herne empfängt Niederrhein-Oberligist ETB Schwarz-Weiß Essen zum ersten Testspiel an der Forellstraße. Mit dem gegner ist SCW-Coach Wortmann nicht glücklich.

Nach den ersten gemeinsamen Trainingseinheiten als neu zusammengestelltes Team kann der SC Westfalia Herne zum ersten Mal gegen eine andere Mannschaft präsentieren: Um 18 Uhr empfängt Westfalia am Donnerstagabend ETB Schwarz-Weiß Essen auf dem Kunstrasenplatz an der Forellstraße zum ersten Testspiel des Jahres. Westfalia-Coach Holger Wortmann betont ausdrücklich den Testcharakter der Partie: „Das Ergebnis ist in diesem Spiel komplett zweitrangig. Es geht darum, dass sich die Spieler aneinander gewöhnen.“ Mehr sei nicht zu erwarten: „Wir dürfen die Messlatte jetzt noch nicht so hoch legen, wir haben wieder eine komplett neue Mannschaft, das darf man nicht vergessen. Ich will sehen, dass die Jungs sich gut bewegen, auch miteinander im Team.“

Die „Lackschuhe“ aus dem Essener Süden stecken, genau wie der SCW im Oberliga-Abstiegskampf, sind Tabellenfünfzehnter in der Niederrhein-Staffel (18 Clubs). Eigentlich ein interessanter Vergleich auf Augenhöhe, doch Holger Wortmann ist mit diesem ersten Testspielgegner nicht vollends glücklich: „Die Partie ist ein wenig aus der Not geboren. Ich hätte gerne als ersten Gegner einen Bezirksligisten gehabt, da hätte man sich ein bisschen besser einfinden können.“ Doch sämtliche unterklassigen Teams starten erst deutlich später in die Vorbereitung, die meisten erst Anfang Februar – zu spät für die Wortmann-Truppe, die ja schon am 14. Febraur gegen Lippstadt wieder um Punkte spielen muss.

Gegen die auf dem Papier ungefähr gleichstarken Essener wird es nun kein lockerer Aufgalopp mit vielen Möglichkeiten, Selbstvertrauen zu sammeln, das weiß auch Wortmann: „Die Konstellation bringt ein bisschen mehr Wettkampfcharakter.“ Er stellt dann aber umgehend nochmals klar: „Das Ergebnis ist für mich völlig unwichtig.“

Zumal der SCW-Trainer eine schwierige Balance halten muss: Anders als seine Trainerkollegen bei anderen Oberligisten mit eingespielten Teams kann er in der WIntervorbereitung nicht nur Kondition trainieren. Er muss die neue Mannschaft zusammenbauen, Automatismen erarbeiten. Wortmann dazu: „Klar, in der jetzigen Phase ist einiges im Bereich Kraft und Ausdauer zu tun, aber wir kommen nicht drumherum, im Training viele Spielformen einzuüben, damit die Jungs sich aneinander gewöhnen.“

Eine erweiterte Spielform mit ein klein wenig Wettkampfcharakter also erwartet den SCW und die Testspielzuschauer an der Forellstraße.

Bis auf Dennis Gumpert steht Wortmann dabei voraussichtlich der komplette Kader zur Verfügung, so dass der SCW-Coach vermutlich in der Halbzeit die Mannschaft komplett austauschen wird.