„Ein Aufstieg muss auf gesunden Beinen stehen“

Marco Rudnik.
Marco Rudnik.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Marco Rudnik verlässt nach nur einer Saison den DJK TuS Hordel in Richtung DSC Wanne-Eickel. Im WAZ-Interview nennt er Gründe für den Wechsel und seine Ziele mit dem DSC.

A-Lizenzinhaber Marco Rudnik arbeitete in den Jugendabteilungen von Schalke 04, SG Wattenscheid und Rot-Weiß Essen, trainierte unter anderem den B-Jugendlichen Manuel Neuer. Im Sommer 2014 übernahm er den Westfalenligisten DJK TuS Hordel, kündigte aber schon im März seinen Abschied aufgrund der fehlenden sportlichen Perspektive an – diese habe er nun in Wanne-Eickel gefunden, sagte er im Gespräch mit WAZ-Mitarbeiter Philipp Ziser.

1 Herr Rudnik, was reizt Sie am Trainerposten beim DSC?

Der DSC Wanne-Eickel ist ein Traditionsverein und die sportliche Perspektive ist gegeben. Der DSC hat von den Typen her eine sehr gute Truppe. Meine Ziele und die des Vereins stimmen überein.

2 Martin Stroetzel geht, weil er im Gegensatz zur sportlichen Leitung „unbedingt“ in die Oberliga aufsteigen wollte. Wollen Sie das nicht?

Schon, aber mittelfristig und nicht auf Biegen und Brechen. So etwas muss meiner Meinung nach auf gesunden Beinen stehen. Dass der Aufstieg auch mit aller Gewalt nicht zwingend klappt, sieht man am Beispiel TSV Marl-Hüls.

3 Sie spielen mit Hordel noch in dieser Saison gegen den DSC.

Ja, aber das spielt keine Rolle. Ich bin bis zum 30. Juni in Hordel unter Vertrag und will so viele Punkte wir möglich holen. Falls der DSC in dieser Saison doch noch den Aufstieg schafft, wäre das optimal für mich – der Klassenerhalt in der Oberliga ist meiner Meinung nach leichter zu schaffen als der Aufstieg dorthin. Foto: ingo otto