DSC verliert Spiel um Platz drei

Sebastian Greitemann kommt hier einen Schritt zu spät gegen den Hasseler Julian Hellmich (r.).
Sebastian Greitemann kommt hier einen Schritt zu spät gegen den Hasseler Julian Hellmich (r.).
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Das Thema Aufstieg hat sich für den DSC Wanne-Eickel nun auch rechnerisch erledigt. Die Partie beim zuvor punktgleichen SC Hassel ging 1:2 verloren.

SC Hassel -
DSC Wanne-Eickel 2:1

Tore: 1:0 (25.) Sell, 1:1 (63.) Lorenzen, 2:1 (81.) Zugcic.

DSC: Johns - Sommer, Nolte, Melchner, Niedzicki - Lorenzen, Greitemann - Rios, Aydin, Nour - Esen.

Rote Karte: Nour (DSC/82.).

Jetzt ist die Saison für den DSC Wanne-Eickel endgültig gelaufen. Nach der Niederlage im Spiel um Platz drei liegen die Schwarz-Gelben nicht nur drei Punkte hinter dem SC Hassel, vor allem ist Relegationsplatz zwei auch rechnerisch außer Reichweite geraten, obwohl Wickede zuhause gegen Absteiger Heven zwei Punkte liegen ließ. Gegen Hordel und in Iserlohn geht es jetzt nur noch darum, den insgesamt guten Eindruck dieser Saison nicht zu verwischen. „Aber ich habe schon noch den Ehrgeiz, den bestmöglichen Platz herauszuholen“, hakte Trainer Martin Stroetzel die Saison trotzdem noch nicht ab.

Die Niederlage am Lüttinghof war für ihn nicht zwingend nötig, aber nicht unverdient. „Aufgrund der besseren Torchancen geht der Sieg für Hassel in Ordnung“, gestand Stroetzel ein. Allerdings wunderte er sich, dass seine Elf es immer wieder mit langen, hohen Bällen in die Spitze versuchte, wo Hassel mit Nedim Djuliman und Alexander Schlüter robuste und kopfballstarke Innenverteidiger stehen hatte. „Das war so nicht abgesprochen. Aber letztlich entscheiden die Spieler selbst, was sie auf dem Platz machen“, so Stroetzel.

Hochkarätige Einschussmöglichkeiten konnten sich die Gäste so jedenfalls nicht erarbeiten. Da aber auch den Hasselern wenig einfiel, um die DSC-Deckung aus den Angeln zu heben, entwickelte sich eine Partie mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld, aber ohne prickelnde Strafraumszenen. Bis sich die Gäste in der 25. Minute auf der linken Abwehrseite düpieren ließen. Gleich drei Wanne-Eickeler standen Spalier, als Marvin Sell zum Dribbling ansetzte, das er aus spitzem Winkel mit einem wuchtigen Schuss hoch ins kurze Eck abschloss. „Das war der erste Hasseler Torschuss. Und gleich drin“, ärgerte sich Stroetzel. Kurz vor der Pause hätte Hassel nach einem Konter sogar erhöhen können, aber Marcel Johns lenkte den Ball noch um den Pfosten.

Nach Wiederanpfiff steigerte sich der DSC, versuchte nun, die kompakt stehenden Hasseler auch mit spielerischen Mitteln zu knacken. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. In der 63. Minute vollendete Stephen Lorenzen eine Kombination über Aydin und Esen aus elf Metern zum 1:1-Ausgleich. Es folgte die beste Phase der Stroetzel-Elf, die jedoch wirkungslos verpuffte. Ein weiterer Ballverlust im Zentrum leitete vielmehr die Niederlage ein. Der Ball kam zu Nikolaj Zugcic, der auf der linken Seite zu spät angegriffen wurde, aus 16 Metern Maß nahm und exakt ins lange Eck traf.

Kurz darauf sah Alex Nour nach einer Grätsche „rot“, der DSC war in Unterzahl. Zwar gab sich der Gast nie auf und schien dem Ausgleich nahe, doch ein Assistent hatte den einschussbereiten Esen im Abseits gesehen. In der Schlussphase spielte Hassel seine Kontermöglichkeiten schlecht aus und verpasste so einen höheren Sieg.