DSC reist zum starken 1. FC Kaan/Marienborn

DSC-Kapitän Mathias Tomaschew
DSC-Kapitän Mathias Tomaschew
Foto: MARTIN KERSTAN FOTOGRAFIE / WAZ

Holzwickede, Horst-Emscher und Heven hießen die letzten Gegner des DSC Wanne-Eickel – Kellerkinder, gegen die Wanne-Eickel trotz der Favoritenstellung nur vier Punkte holte. Der kommende Gegner ist eine andere Kragenweite: Der 1. FC Kaan-Marienborn spielt schon länger eine gute Rolle in der Westfalenliga, steht aktuell drei Punkte und drei Plätze hinter Wanne-Eickel.

Stroetzel hofft auf Tomaschewski

DSC-Trainer Martin Stroetzel hat ordentlich Respekt vor der Mannschaft, die in der vergangenen Saison Platz zwei belegte und bis kurz vor Saisonende noch im Aufstiegsrennen mitmischte: „Kaan hatte vor dieser Saison jeder auf dem Zettel, das ist eine Mannschaft mit viel Qualität, besonders im vorderen Bereich. Sie sind extrem gefährlich bei Standards, können Partien aber auch aus dem Spiel heraus entscheiden.“

Genau das könnte Stroetzels Mannschaft sogar entgegenkommen: Gegen die abstiegsbedrohten, sehr defensiv eingestellten Gegner hatte der DSC Schwierigkeiten. Stroetzel: „Wir hatten im letzten Drittel große Probleme gegen Horst und Holzwickede. Heven war nicht ganz so destruktiv, da hatten wir dann unsere Chancen.“ Auch gegen die Käner hofft er auf Räume für die Angreifer.

Ein wenig besser als zuletzt ist die personelle Lage beim DSC: Marvin Rathmann und Sebastian Greitemann kehren nach ihren Sperren in den DSC-Kader zurück, sind für die Startelf natürlich gesetzt.

Nur der Angriff gibt Grund zur Sorge: Wer soll die Tore für Wanne-Eickel schießen? Bislang konnte Stroetzel sich vor allem auf Tugrul Aydin (10 Tore) verlassen, der ist jedoch noch drei Wochen gesperrt. Auch die zentralen Mittelfeldspieler Greitemann und Lorenzen trafen öfters – die sind gegen Kaan aber womöglich defensiv gefordert. In der Angriffsreihe werden mit Nour und Lewejohann wohl zwei Spieler auflaufen, die nicht wirklich fit sind beziehungsweise keine Spielpraxis haben. Stroetzel: „Klar fehlt uns Aydin, auch ein fitter Nour oder ein fitter Lewejohann fehlen uns, selbst wenn beide spielen.“ Stroetzel erhofft sich vor allem Impulse von Kapitän Mathias Tomaschewski, der in dieser Saison fast ausschließlich bei Standards torgefährlich wurde: „Er hat noch überhaupt kein Tor aus dem Spiel heraus erzielt – es wäre schön, wenn wir mal aus dieser Position heraus ein Spiel entscheiden könnten.“

Doch auch die Gegner haben nach Stroetzels Informationen personelle Schwierigkeiten: Beim FCKM fehle unter anderem Standardspezialist Mats Scheld.