DSC legt Fundament für den Aufstieg

Frust nach der Pleite in Wickede, aber Optimismus für die Zukunft: Christian Melchner bleibt bis 2017 in Wanne-Eickel.
Frust nach der Pleite in Wickede, aber Optimismus für die Zukunft: Christian Melchner bleibt bis 2017 in Wanne-Eickel.
Foto: Philipp Ziser
Was wir bereits wissen
Vor dem Spiel gegen Kirchhörde am Samstag hat der DSC Wanne-Eickel die wichtigsten Personalentscheidungen für 2015/16 getroffen – alle Stammspieler bleiben.

Johns, Rathmann, Melchner, Baum, Sommer, Greitemann, Lorenzen, Tomaschewski, Niedzicki, Rios, Aydin. Diese für die Westfalenliga schlagkräftige Elf hat der DSC Wanne-Eickel in dieser Saison im Kader – und auch im nächsten Jahr. Wie der sportliche Leiter des DSC, Jörg Kowalski am Freitag verriet, haben diese elf Spieler schon ihre Zusage für die kommende Saison gegeben, mit den anderen Spielern laufen die Gespräche noch. Ein starkes Signal an die Konkurrenz: Ihr müsst uns auf dem Zettel haben.

Ganz so deutlich will Kowalski selbst es nicht sagen, aber: „Egal, ob wir auf dem zweiten, dritten, vierten oder fünften Platz landen – wir wollen das bestätigen oder sogar noch eine Schippe drauflegen.“

Besonders, dass das Wanne-Eickeler Prunkstück, die Defensive, unverändert zusammenbleibt, sei wichtig: „Wir wollen uns kontinuierlich verbessern. Wir haben eine überdurchschnittlich gute Abwehr, wenn die wieder ähnlich spielt, ist das ein gutes Fundament.“

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Die beiden Ex-Wattenscheider Marvin Rathmann und Christian Melchner binden sich sogar für zwei weitere Jahre an den DSC. Kowalski fühlt sich dadurch bestätigt: „Das ist auch für uns das Zeichen, dass wir gute Arbeit machen, dass beim DSC Ruhe herrscht, dass die Spieler sich hier wohlfühlen.“ Trotz der Vielzahl an Vereinen in der näheren Umgebung verlässt kein Stammspieler den DSC – durchaus beachtlich.

Handlungsbedarf besteht vor allem in der Offensive, wo mit Philipp Dragicevic (wechselt mit dem neuen Coach Marco Rudnik aus Hordel) neue Qualität hinzukommt. „Schnell und schussstark auf der offensiven Außenbahn“ beschreibt Kowalski ihn – trotzdem sucht man für den Angriff weiter sowohl Quantität als auch Qualität.

Dabei kann Kowalski in Gesprächen mit möglichen Zugängen durchaus mit dem Pfund wuchern, wen er alles überzeugt hat, noch ein Jahr beim DSC dranzuhängen: „Für jeden, mit dem wir sprechen, ist das auch ein Signal“, meint der sportliche Leiter. Mit einem zweiten Stürmer, der neben Tugrul Aydin zweistellig trifft, wäre Wanne-Eickel einer der ambitioniertesten Aufstiegskandidaten für die Oberliga-Saison 2016. Kowalski selbst will das nicht so formulieren, greift darauf angesprochen auf das allseits beliebte „Wir möchten, aber müssen nicht“ zurück – für alles andere sei der Fußball zu unwägbar.

Dass mit zehn mehr geschossenen Toren schon in diesem Jahr einiges möglich gewesen wäre, wissen auch Melchner und Rathmann. Melchner sagt: „Ich habe lange Gespräche mit Jörg Kowalski geführt, teilweise bis in die Nacht. Irgendwann haben wir uns mit der ganzen Mannschaft zusammengesetzt und diskutiert – nach zwei oder drei Stunden war klar, dass wir weitermachen wollen. Der Stamm bleibt erhalten, in der Offensive haben wir Nachholbedarf. Wenn da noch Qualität dazukommt, können wir eine gute Rolle spielen.“

Marvin Rathmann formuliert es noch aggressiver: „Ohne die Probleme in der Offensive hätten wir wahrscheinlich ein paar Punkte Vorsprung statt acht Rückstand. Ich bin vom Konzept in Wanne-Eickel überzeugt, mein großes Ziel ist, mit dem DSC aufzusteigen – vorher gehe ich hier nicht weg.“