DSC lässt zwei Punkte beim Schlusslicht liegen

Als einziger DSC-Spieler konnte Tugrul Aydin (l.) den SuS-Keeper überwinden.
Als einziger DSC-Spieler konnte Tugrul Aydin (l.) den SuS-Keeper überwinden.
Foto: MARTIN KERSTAN FOTOGRAFIE / WAZ
Was wir bereits wissen
Zwei Punkte ließ der DSC Wanne-Eickel beim Schlusslicht liegen und verabschiedete sich damit aus dem Kampf um den Oberligaaufstieg.

SuS Langscheid/Enkhausen -
DSC Wanne-Eickel 2:2

Tore: 1:0 (16.) Karlisch, 2:0 (20.) Veseli, 2:1 (46.) Rengshausen (ET), 2:2 (53.) Aydin.

DSC: Johns - Sommer (46. Rathmann), Melchner, Hahn, Niedzicki - Greitemann, Lorenzen - Asen (85. Rios), Tomaschewski, Nour (85. Lewejohann) - Aydin.

Das war’s dann wohl. Wer beim Tabellenletzten, der sich bald in die Bezirksliga zurückzieht, zwei Punkte liegen lässt, sollte sich das Schielen Richtung Spitze tunlichst verkneifen. Das meinte auch Martin Stroetzel, der scheidende DSC-Trainer, der sich gern mit dem Aufstieg aus Wanne-Eickel verabschiedet hätte. „Das Ding ist durch. Wer so ein Spiel nicht gewinnen kann, muss sich über Aufstieg keine Gedanken machen“, lautete sein Fazit nach 90 abwechslungsreichen Minuten mit etlichen kuriosen Szenen. „Sicher, wir hätten das Ding noch drehen können und hatten genug Chancen. Aber unterm Strich war es doch enttäuschend.“

Ob sich die Gäste zu sicher fühlten, dem Schlusslicht vielleicht nicht mit dem nötigen Respekt begegneten, sei dahingestellt. Jedenfalls kam der DSC diesmal erst in die Gänge, als er schon mit 0:2 hinten lag. „Wir haben die ersten 20 Minuten völlig verschlafen“, ärgerte sich Stroetzel. In dieser Phase sah er zunächst eine vergebene Großchance von Stephen Lorenzen, der frei vor dem Tor die Kugel nicht über die Linie brachte (4.), und anschließend zwei wunderschöne Sonntagsschüsse, die unhaltbar hinter Marcel Johns einschlugen. „Besser kann man solche Bälle nicht treffen“, gratulierte Stroetzel den Sauerländer Schützen zu ihren Volltreffern.

Noch vor der Pause hätte der DSC zumindest verkürzen können, doch Semih Esen scheiterte zweimal freistehend an Keeper Bauerdick. Besser machte es direkt nach Wiederanpfiff SuS-Spieler Jan Rengshausen. Von seinem Torhüter angespielt, trat er die Kugel gleich zurück und traf ins leere Tor. „Wie Christoph Kramer gegen Dortmund“, wunderte sich Stroetzel über dieses Geschenk.

Kaum weniger kurios war die Szene vor Tugrul Aydins Freistoß zum 2:2. In einer 2:1-Überzahlsituation wollte Tomaschewski auf Nour quer legen, doch der Enkhauser warf sich in Torwartmanier dazwischen und hielt den Ball mit beiden Händen fest. Den Freistoß zwirbelte Aydin aus 20 Metern ins Eck, aber zur allgemeinen Verwunderung gab’s statt rot nur gelb – und es ging mit Elf gegen Elf weiter. Vier-, fünfmal hatte der DSC dennoch das Siegtor auf dem Fuß, ehe die Kräfte schwanden, was dem SuS noch einige Konterchancen einbrachte. „Insgesamt war es aber zu wenig“, gab Stroetzel zu.