DSC hat in Hassel nichts zu verlieren

DSC-Trainer Martin Stroetzel.
DSC-Trainer Martin Stroetzel.
Foto: Haenisch / waz fotopool
Was wir bereits wissen
Ein fast wertloses Spitzenspiel: Der DSC Wanne-Eickel reist am Sonntag zum punktgleichen SC Hassel – es geht aber wohl nur noch um Rang drei.

Von der reinen Tabellensituation her ist es das Topspiel des 28. Spieltags in der Westfalenliga, in der Praxis geht es beim Gastspiel des DSC Wanne-Eickel beim SC Hassel (Sonntag, 15 Uhr) hauptsächlich um die Ehre: DSC und SC stehen drei Spieltage vor Saisonende punktgleich auf den Plätzen drei und vier, der Relegationsrang zwei ist genau wie Aufstiegsplatz eins mit sieben Rückstand für beide aber wohl nicht mehr zu erreichen.

Martin Stroetzel, dessen Zeit als DSC-Trainer sich nun langsam dem Ende neigt, will trotzdem unbedingt gewinnen: „Natürlich will ich den Verein mit der bestmöglichen Platzierung verlassen, deshalb reizt mich auch der dritte Platz.“ Entsprechend offensiv werde er seine Mannschaft auch ausrichten: „Wir haben ja nichts mehr zu verlieren. Wir wollen Hassel unter Druck setzen. Wenn man erst einmal führt, wird es etwas leichter, gegen sie zu spielen.“

Wobei „leichter“ in diesem Fall relativ zu verstehen ist. Hassel brachte dem DSC in der Hinrunde die erste Niederlage bei und ist zu Hause noch stärker als auswärts. Kein Heimspiel hat die Mannschaft von Thomas Falkowski verloren (9 Siege, 4 Remis) und hat auf dem Rasen an der Lüttinghofstraße überhaupt erst fünf Gegentore kassiert. „Sie stehen gut gestaffelt und kommen dann immer wieder gefährlich nach vorne.“ Einen Schlüsselspieler hat er nicht ausgemacht: „Es gibt keinen Spielmacher, sie gestalten mehr aus dem defensiven Mittelfeld.“ Er rechnet mit einem extra motivierten Gegner: „Viele Hasseler Spieler haben auch schon unter mir gespielt, das gibt dann ja oft noch mal einen zusätzlichen Schub.“ Verzichten muss Stroetzel in Gelsenkirchen auf Marvin Rathmann, ansonsten ist sein Kader komplett. Foto: Haenisch