Dragons dominieren die Konkurrenz

Die B-Jugend des HC Westfalia Herne.
Die B-Jugend des HC Westfalia Herne.
Foto: HCW

Die B-Jugendhandballer des HC Westfalia Herne werden in der kommenden Saison in der höchsten Spielklasse dieser Altersgruppe, der Oberliga, an den Start gehen. Bei dem vom HCW in der Westringhalle ausgerichteten Qualifikationsturnier spielten die heimischen Dragons die Konkurrenz in Grund und Boden und holten sich mit 30 Plustoren ungeschlagen den Turniersieg.

Mit dieser Dominanz konnte niemand rechnen, zumal die Westfalia die mit Abstand jüngste Mannschaft stellte. Doch die leistungswillige Truppe des Trainerduos Helen Hallfarth und Ralph Woschny war letztlich den Mitbewerbern klar überlegen.

Zum Auftakt traten die Dragons gegen den HSV Minden-Nord an, ein für sie völlig unbekannter Gegner. Mit hohem Tempo, einer äußerst effizienten Abwehrarbeit und gerade in der Anfangsphase starken Paraden von Torwart Mats Grzesinski wurden den Mindenern deutlich die Grenzen aufgezeigt. Nach zehn Minuten war die Partie mit dem 8:1-Vorsprung fast entschieden. Minden kam dann zwar etwas stärker auf, doch zog sich diese Tordifferenz bis zum 23:15 (13:6)-Endstand durch das gesamte Spiel.

Vor der Partie gegen den TV Verl hatte der HCW eine längere Pause zu überstehen, in der der nächste Gegner gut beobachtet werden konnte. Gefahr drohte von Verl nicht. Vielleicht kamen die Strünkeder deshalb nicht so richtig in Schwung und vergaben einige klare Chancen. Der 13:8-Pausenvorsprung wurde dann aber doch zum auch in der Höhe verdienten 28:17-Erfolg ausgebaut. Dabei konnten einige der gesetzten Spieler ohne spielerische Einbußen geschont werden, was die Ausgeglichenheit des Teams unterstreicht.

Voll auf Sieg gespielt

Im letzten Spiel gegen den zuvor von Minden besiegten TuS Ferndorf reichte nun schon eine Niederlage mit neun Toren für den Aufstieg in die Oberliga. Diese komfortable Situation reizten die Strünkeder aber keineswegs aus, sondern spielten voll auf Sieg.

Ferndorf konnte nur mit einem Sieg noch auf Rang zwei hoffen. Entsprechend engagiert und mit übertriebener Härte ging der Nachwuchs des künftigen Zweitligisten Ferndorf in die Partie. Aber die spielerisch überlegenen Herner steckten auch diese Attacken weg und lagen zur Halbzeit mit 11:8 vorne. Der Gegner probierte einige Deckungsvarianten aus, konnte die Angriffswellen aber nicht aufhalten. Westfalia blieb dagegen in der Deckung stabil, wozu auch das überragende Zusammenspiel mit dem Torwart beitrug. Am Ende stand ein überzeugender 23:12-Erfolg.

Drei Bundesliga-Nachwuchsteams

Westfalias Vorsitzender Martin Schade geriet ins Schwärmen: „Die vor dem Turnier aufgekommene Frage, ob die Oberliga für die junge Mannschaft nicht zu früh kommt, stellt sich nicht mehr. Ein Team, dass das entscheidende Turnier um den Einzug in die Oberliga derart überlegen gewinnt und in insgesamt 14 Qualifikationsspielen unbesiegt geblieben ist, gehört unbedingt in die Oberliga. Mannschaft und das Trainergespann haben es verdient, nun erst einmal den größten Erfolg in der Geschichte des Herner Jugendhandballs zu feiern und den Erfolg zu genießen.“

In der Oberliga erwartet die Dragons demnächst das Beste, was im westfälischen Handball zu finden ist. Allein drei Nachwuchsmannschaften von Bundesligisten werden sich mit den Dragons messen.

Für den HCW spielten: Mats Grzesinski, Daniel Ebereonwu, Richard Sibbel (1), Max Ruppio (1), Jasper Maier (1), Oskar Kostuj (2), Julian Ollesch (6), Dominik Wolak (7), Jan Grzesinski (9), Alexander Schade (10), Luca Messner (12), Timo Niggemeyer (12), und Gerrit Bremer (15).