Doppelspieltag nach langer Pause

Anton Källberg und David McBeath (vorne) sind mit dem TTC Ruhrstadt Herne am Wochenende zweimal im Einsatz.
Anton Källberg und David McBeath (vorne) sind mit dem TTC Ruhrstadt Herne am Wochenende zweimal im Einsatz.
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler

Nach siebenwöchiger Pause geht es für den TTC Ruhrstadt Herne in der 2. Bundesliga gleich mit einem Doppelspieltag weiter. Am Samstag tritt die Mannschaft um 18 Uhr beim TSV Königshofen an, Sonntag empfängt sie in der Ruhrstadtarena um 15 Uhr die zweite Mannschaft des TTC Frickenhausen.

Die Ausgangsposition vor diesen Spielen hätten sich die Ruhrstädter sicherlich komfortabler vorgestellt. Nach vier Niederlagen in Serie stehen sie auf dem vorletzten Platz und damit fünf Spieltage vor Schluss schon mit dem Rücken zur Wand. Zwar könnte man auch als Vorletzter den Klassenerhalt noch schaffen, benötigt dafür aber die Relegation gegen die beiden Meister der 3. Bundesligen.

Diese Saisonverlängerung möchte sich Ruhrstadt-Geschäftsführer Arthur Schemp gerne ersparen und ist auch nach wie vor optimistisch, den direkten Klassenerhalt zu schaffen: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir noch die nötigen Punkte holen, um am Ende Siebter oder Achter zu werden.“

Niederlage gegen das Schlusslicht

Die ersten Zähler sollen schon am Samstag eingefahren werden, denn der TSV Bad Königshofen ist zur Zeit nicht in bester Verfassung. Er musste in den beiden letzten Spielen auf seine Nummer zwei Kilian Orth verzichten, der an einer Schulterverletzung leidet und wahrscheinlich auch am Samstag noch nicht eingesetzt werden kann. Ohne ihn verlor der Tabellensechste am letzten Sonntag sogar 4:6 gegen das Schlusslicht Köln und steckt jetzt bei nur drei Punkten Vorsprung auf Herne wieder im Abstiegskampf, vor dem er sich nach seinem sensationellen 6:0-Sieg beim BV Borussia Dortmund im Februar schon endgültig befreit zu haben schien.

Mit dem Abstieg hat der sonntägliche Gegner Frickenhausen II wohl nichts mehr zu tun. Sieben Punkte Vorsprung und der vierte Tabellenplatz sind ein beruhigendes Polster bei fünf noch ausstehenden Spielen. Es bestehen für die Mannschaft sogar noch gute Aussichten, auf einen Aufstiegsplatz vorzurücken. Doch an dem hat der Verein, für den die Reserve in erster Linie als Talentschmiede dient, kein Interesse. Viel wichtiger ist, dass die jungen Spieler, von denen vier Asiaten sind, die sich bei den Meisterschaftsspielen abwechseln und von denen drei noch jugendlich sind, sich in der zweiten Liga auf höhere Aufgaben vorbereiten können.

Der Glaube an die eigene Stärke

Dass Arthur Schemp sein Team auch gegen den Frickenhausener Talentschuppen nicht chancenlos sieht, liegt weniger an einer vermuteten Schwäche des Gegners als vielmehr an dem Glauben an die eigene Stärke: „Anton Källberg ist im Moment in einer hervorragenden Form, und auch die anderen drei stehen voll im Saft. Das Hinspiel haben wir zwar 2:6 verloren, aber da mussten wir auf Anton verzichten, der an dem Tag bei den Swedish Open spielte. Mit ihm sind wir eine ganz andere Mannschaft und werden es Frickenhausen bestimmt nicht leicht machen, bei uns zu Punkten zu kommen.“