DJK Falkenhorst verteidigt den Titel

Titel verteidigt: Die DJK Falkenhorst setzte sich im Neunmeterschießen gegen Fortuna Herne durch und errang erneut den Pokal.
Titel verteidigt: Die DJK Falkenhorst setzte sich im Neunmeterschießen gegen Fortuna Herne durch und errang erneut den Pokal.
Foto: Privat
Was wir bereits wissen
Sie waren die beste Mannschaft des Turniers. Und doch benötigte die DJK Falkenhorst eine Menge Glück, um erneut den Hallenkreispokal zu gewinnen.

Mögen manche Fußball noch als Männerdomäne sehen – die Frauen lassen sich nicht aufhalten und haben längst ihren Platz auf dem Platz erobert. Das wurde auch am Sonntag wieder in der Sporthalle Wanne-Süd sichtbar, wo der SV Wanne 11 für den Fußballkreis Herne die 3. offizielle Hallenkreismeisterschaft im Damenfußball ausrichtete.

Wanne-Eickels gute Sportstube mit rund 300 Leuten prall gefüllt, die Stimmung prächtig, dazu spannende, faire Partien mit vielen wunderschönen Toren und allgemein gute Leistungen machten das über achtstündige Turnier zu einer runden Sache. „Das war Werbung für den Damenfußball“, fasste Jörg Ziegler, Geschäftsführer des SV Wanne 11, seine Eindrücke zusammen. Und daran hatten die „Elfer“ nicht den geringsten Anteil: Als Ausrichter schufen sie einen netten Rahmen und sorgten für einen reibungslosen Ablauf.

Pfosten steht Fortuna im Weg

Als das letzte Tor gefallen war und Kreisvorsitzender Reinhold Spohn mit Gerald Breitfelder, dem Koordinator Frauenfußball, zur Siegerehrung schritt, hatte sich schließlich doch der klare Favorit DJK Falkenhorst Herne durchgesetzt. Einerseits hoch verdient, überzeugte der Titelverteidiger doch im gesamten Turnierverlauf mit seinem technisch gekonnten Kombinationsfußball und vielen Kantersiegen; andererseits aber auch glücklich, hielt Fortuna Herne doch im Endspiel großartig dagegen und ließ kaum eine Chance zu. Und was dann doch aufs Tor kam, machte Fortunas tolle Torhüterin zunichte. So ging es nach neun torlosen Minuten in die Neunmeter-Lotterie, wo schließlich eine Fortuna-Schützin die einzige Niete zog. Ihr Pfostenschuss bescherte dem Titelverteidiger den 5:3-Erfolg und das Recht, den Kreis Herne beim FLVW-Turnier am kommenden Sonntag in Gelsenkirchen vertreten zu dürfen.

Über einen schönen dritten Platz durfte sich das Team des SV Wanne 11 freuen. Waren die „Schwarzen Rabinnen“ nach einem spannenden und torlosen Halbfinale noch unglücklich mit 2:3 im Neunmeterschießen an der Fortuna gescheitert, hatten sie diese Enttäuschung schnell verdaut und spielten im kleinen Finale noch einmal groß auf. Angefeuert von den lautstarken Elfer-Fans, bezwang der A-Ligist den favorisierten Bezirksligisten Arminia Ickern mit 3:1 und belohnte sich mit Platz drei für ein starkes Turnier.

Die Gäste aus Ickern aber waren da mit ihren Kräften so ziemlich am Ende. Geschockt durch die Verletzung einer Mitspielerin, die mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgeschieden war, hatten sie sich in einer ausgeglichenen Zwischenrundengruppe erst im letzten Spiel durch ein knappes 1:0 gegen BW Baukau für das Halbfinale qualifiziert, wo sie dann gegen Falkenhorst beim 0:6 auf verlorenem Posten standen.

Neben Baukau blieb in Gruppe 2 auch die BG Schwerin auf der Strecke. Wesentlich eindeutiger waren die Kräfteverhältnisse in Zwischenrundengruppe 1, die von den beiden späteren Finalisten dominiert wurde. Während Merklinde hier überfordert war, verspielte der VfB Börnig seine Halbfinalchance durch ein klares 0:5 im entscheidenden Spiel gegen den SV Fortuna.

Für fünf Teams ist früher Schluss

Fünf der insgesamt 13 teilnehmenden Mannschaften mussten bereits drei Stunden vorher ihre Taschen packen: SpVgg Horsthausen, SG Herne 70, Arminia Holsterhausen, SuS Pöppinghausen und Victoria Habinghorst blieben in der Vorrunde auf der Strecke. Aber auch diese Teams lieferten anständige Leistungen ab und trugen ihren Teil zum Gelingen des 3. Sport Duwe Hallenkreispokal-Turniers bei.

„Der Damenfußball hat seinen festen Stellenwert im Kreis Herne längst gefunden“, betonte Jörg Ziegler noch einmal. „Bereits jetzt fiebert man dem Turnier im nächsten Jahr entgegen.“