Di Bari verordnet Frischzellenkur

Özgür Cetinbag (r.) kommt vom TuS Heven, für den er bereits in der Ober- und Westfalenliga spielte.
Özgür Cetinbag (r.) kommt vom TuS Heven, für den er bereits in der Ober- und Westfalenliga spielte.
Foto: Funke Foto Services

Es war das Jahr eins nach Trainer Ede Demps bei Fußball-Bezirksligist SV Fortuna Herne. Und es fiel vielfältig aus, dagegen ist eine Tüte Gemischtes von der Bude fast eintönig. Immer wieder zitierte Demps-Nachfolger Michele di Bari die „Achterbahnfahrt“, die sich für die Herner durch die Saison 2014/15 zog bis zum allerletzten Spieltag. Im Ergebnis stand schließlich Platz neun, fernab jeglicher Sorgen etwa um den Klassenerhalt. Also: Alles gut? Naja, irgendwie fühlte es sich nicht wirklich gut an, aber unzufrieden gab man sich auch keineswegs. Gemischt eben.

Entscheidend für den neuen Trainer war, den Umbruch positiv zu gestalten und ein neues, hungriges Team zu formen. Und das sieht man als durchaus gelungen an. Das Potenzial der neuen Fortuna war zweifelsfrei in vielen Begegnungen bereits zu beobachten. Um dieses weiter herauszuarbeiten, formt di Bari die Mannschaft gemeinsam mit dem sportlichen Leiter Octay Oruc nun im Detail.

Von Luca Verres, Selver Gasnjan und Dennis Göksen hatte man sich bereits im Laufe der Saison getrennt. Nach dem Ende der Spielzeit brachen auch René Renneberg, Michele Pirsig, Timo Wichert und Orkay Koymali die Zelte in Horsthausen ab.

Das größte Problem der Rückrunde lag bekanntlich darin, viele Ausfälle kompensiert haben zu müssen. Michele di Bari musste etliche Male sogar auf seine Assistenten Olcay Gürz und Anh-Tuan Phan zurückgreifen, um noch elf Mann an den Start zu bekommen. Viele „Aufs“ und „Abs“ waren da fast zwangsläufig die Folge. Aus diesem Grund, und weil Platz neun den eigenen Ansprüchen offenkundig nicht genügt, hat der Trainer den Kader für die kommende Saison bis auf 26 Mann aufgepustet.

Verstärkung für alle Mannschaftsteile

Di Bari hat alle Mannschaftsteile einer Frischzellenkur unterzogen. Insgesamt zwölf mehr oder weniger Neue sind darunter: Max Block, frisch aus der eigenen Jugend, hat sein Können zwischen den Pfosten bereits nachgewiesen und wird nun fester Bestandteil der Ersten. Zudem kehren mit Daniel Kassen und Timm Lesslich zwei bekannte Gesichter zur Fortuna zurück.

Mit Yassine Khmiri (14 Tore für Ligakonkurrent SW Eppendorf) hat man einen schlagkräftigen Nebenmann für Torjäger Freddy Donkor gefunden. Und mit Dimitrios Tziamapazakis vom BV Herne-Süd zieht beispielsweise ein weiterer Routinier die Fäden im Mittelfeld – damit die Tour durch die nächste Saison nicht wieder zur wilden Achterbahnfahrt gerät.