Derbyfieber elektrisiert beide Lager

Wer hat diesmal die Nase vorn? Die ersten beiden Vergleiche dieser Saison konnte der BV Süd (gelb) gegen Horsthausen für sich entscheiden.
Wer hat diesmal die Nase vorn? Die ersten beiden Vergleiche dieser Saison konnte der BV Süd (gelb) gegen Horsthausen für sich entscheiden.
Foto: WAZ FotoPool

Die Hausaufgaben sind gemacht, so vermittelt sich der Eindruck vor dem Derby zwischen der Sportvereinigung Horsthausen und dem BV Herne-Süd. Morgen stehen sich die beiden Rivalen am ersten Rückrundenspieltag im Lokalduell gegenüber. Anstoß in der mit Spannung erwarteten Partie ist im Fußballzentrum Horsthausen um 15 Uhr.

Dem Derby fiebert man auf beiden Seiten spürbar entgegen. Die Vorbereitung lief insgesamt gut, wobei die Süder mit deutlich mehr Ausfällen zu kämpfen hatten. Doch das ist Schnee von gestern. Jetzt freut sich Trainer Jürgen Meier darüber, dass sich mit Semih Mizrak (war verzogen) und Andreas van der Heusen (lange verletzt) zwei alte Hasen wieder zurückgemeldet haben. Beide haben sich ihre Plätze im Kader über Einsätze in der Reserve erarbeitet und sind fit für die Bezirksliga.

In Horsthausen sind personelle Ausfälle so gut wie kein Thema (Trainer Marc Gerresheim: „Unser breiter Kader ist gut gegen die Grippewelle“). Deshalb kann man sich gut darauf konzentrieren, die bislang prima verlaufene zweite Bezirksliga-Saison erfolgreich fortzusetzen. Nach der Hinrunde ist die Gerresheim-Elf als Tabellen-Dritter immerhin bestes Herner Team. Zudem sammelte bislang keine andere Bezirksliga-Mannschaft auf eigenem Platz mehr Punkte als Horsthausen (Spitzenreiter Wiemelhausen hat ein Heimspiel weniger absolviert).

Und besonders gallig macht die Hausherren, dass sie noch eine Rechnung mit dem Orts-Nachbarn offen haben – genauer gesagt: zwei. Noch gut in Erinnerung sind den Gerresheim-Jungs die beiden jüngsten 1:4-Packungen gegen Herne-Süd. Erst verlor man das Auftaktspiel der Saison, drei Wochen später flog man mit demselben Ergebnis aus dem Pokal. Und das, obwohl man zweimal optisch besser war. Was wiederum als Mutmacher für die Süder wirkt – die für jede Mannschaft, auch ohne Bestbesetzung, unangenehm werden können.