Der Emscher-Hammer schlägt zu

Viel Power brachten die recken des Emscher-Hammers auf dem Maschsee auf ihre Blätter.
Viel Power brachten die recken des Emscher-Hammers auf dem Maschsee auf ihre Blätter.
Foto: Alexander Pischke/RBL
Was wir bereits wissen
Starke Auftritt des Emscher-Hammers: Der Achter vom Kanal fuhr am zweiten Renntag der Ruder-Bundesliga in Hannover auf den vierten Platz.

Der Mann hat Ahnung. Gregor Hauffe, mehrfacher Weltmeister mit dem Deutschland-Achter, hatte vor dem zweiten Renntag der Ruder-Bundesliga in Hannover große Töne gespuckt. Dicht hinter den Achtern aus Frankfurt, Krefeld und Hamburg solle der Emscher-Hammer auf dem Maschsee einlaufen und sich unter den besten Fünf platzieren, gab sich der Trainer angriffslustig. Starke Worte, denen seine Jungs starke Taten folgen ließen.

Schon im Zeitfahren das viertschnellste der 14 Boote, bestätigte die Renngemeinschaft aus RV Emscher Wanne-Eickel und RC Hamm diese Leistung in den weiteren Rennen und fuhr am Ende auf Rang vier – hinter Frankfurt, Lombardium Hamburg und den Serienmeistern vom Crefelder Ruder-Club.

Kein Wunder, dass Hauffe anschließend von einem „Wochenende nach Maß“ sprach. „Das war ein Fingerzeig in Richtung unserer Gegnerschaft“, kündigte er weitere Attacken an. „Der verspottete und belächelte Weiße Wal hat noch immer scharfe Zähne.“

Dass die bissigen Recken vom Kanal ihr nicht mehr ganz taufrisches Material richtig in Schwung bringen können, bewiesen sie gleich im ZeitRennen. Rang vier bescherte ihnen eine gute Ausgangsposition für das Achtelfinale. Hier packten sie dann noch einen drauf. Die Achter aus Bonn und Neuss konnten nicht folgen, und auch der spätere Finalist, das Team Lombardium Hamburg, konnte das Tempo auf der zweiten Streckenhälfte nicht mitgehen.

Damit war ein Platz unter den besten Acht sicher, der Einzug unter die Top Vier in Reichweite. Und der Emscher-Hammer schlug zu: Mit aggressiven Startschlägen setzte die Revier-Crew ihre drei Viertelfinalgegner sofort unter Druck und wurde schließlich sogar vor dem Deutschen Meister vom Crefelder RC als Sieger abgeläutet.

Nun durfte die Hauffe-Truppe sogar vom Finale träumen, ging es im Halbfinale doch erneut gegen Lombardium Hamburg. Doch die Norddeutschen, zum Saisonauftakt in Frankfurt nach desolaten Rennen noch Letzter, kamen wie Phönix aus der Asche und zogen dem Weißen Wal die Zähne. Eine halbe Bootslänge fehlte dem Emscher-Hammer nach 350 Metern zum Finaleinzug.

Im Duell um die Plätze drei und vier nahm schließlich auch der Topfavorit Revanche. Gut eine Sekunde hinter Crefeld fuhr der Emscher-Hammer ins Ziel. Doch das muss nicht so bleiben. So sehr sich Hauffe und Co. über Rang vier freuten – sie werden alles tun, den Abstand zur Spitze weiter zu verkürzen.