Brisantes Nachbarschaftsduell

Jerômé Barth meldet sich beim HC Westfalia Herne zurück.
Jerômé Barth meldet sich beim HC Westfalia Herne zurück.
Foto: FUNKE Foto Services

Ein Nachbarschaftsduell, wie das zwischen der PSV Recklinghausen und dem HC Westfalia Herne (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle RE-Nord, Halterner Straße), ist immer von besonderer Rivalität geprägt. Diesmal kommt eine erhöhte Brisanz dadurch hinzu, dass es im Abstiegskampf um ganz entscheidende Punkte geht.

Für den gastgebenden Tabellenvorletzten ist es fast schon die letzte Chance, den Klassenerhalt noch zu schaffen. Entsprechend wird sich die PSV ins Zeug legen und mit hoher Einsatzbereitschaft dem HCW alles abverlangen. Darauf sind die Strünkeder natürlich eingestellt. Zwar ist Trainer Jens Körner nach den zuletzt überzeugenden Heimauftritten gegen die ursprünglichen Ligafavoriten Oberaden, Siegen und Dortmund über die Unterbrechung durch die Osterpause nicht glücklich, doch die Konkurrenz muss genau so den Spielrhythmus wieder finden.

Für die Herner ergibt sich insoweit eine neue Situation, als dass gegen die Topteams keiner Siege erwartet hat und völlig befreit aufgetrumpft werden konnte. An diesem Samstag sind die Forderungen und Erwartungen ungleich höher. Jetzt muss die junge Mannschaft beweisen, dass sie auch Drucksituationen standhält und auch Abstiegskampf kann.

Barth meldet sich zurück

„Ein unbelastetes Mitspielen mit technisch gutem Handball wie zuletzt, wird heute nicht so einfach möglich sein. Die von der Spielqualität nicht mit den letzten Gegnern vergleichbaren Recklinghäuser werden auf Kampf setzen. Unsere Jungs müssen dagegen halten und sich schnörkellos durchsetzen“, zeigt sich der verletzte Co-Trainer Tim Bauer durchaus zuversichtlich.

Westfalia baut auf die immer besser harmonierende Abwehrarbeit mit dem von Alexander Rödiger umsichtig gelenkten starken Mittelblock und den guten Torhütern. Wenn hier der PSV das Torewerfen schwer gemacht wird, kann sich der HCW die für die Angriffsabschlüsse erforderliche Ruhe holen. Westfalia darf jedenfalls nicht in hektischen Aktionismus verfallen. „Ein angeschlagener Gegner ist immer gefährlich“, warnt Tim Bauer vor nachlässigem Verhalten. Können die Herner dieses Vier-Punkte-Spiel für sich entscheiden, wird man weiter gestärkt in die nächsten beiden Begegnungen gegen die abstiegsgefährdeten Konkurrenten aus Plettenberg/Werdohl und Höchsten gehen können. Der Siegesdruck ist bei den kommenden drei Gegnern auf jeden Fall noch höher als beim heimischen Team. Neben Bauer wird zwar weiterhin der Langzeitverletzte Roman Rittmann fehlen, doch Jerômé Barth hat seine Erkrankung überstanden und gehört zumindest für Kurzeinsätze wieder zum Kader.

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