Bittere Abgänge für den DSC

Foto: Michael Korte
Nachdem die Kaderplanung schon weit fortgeschritten war, muss der DSC Wanne-Eickel umplanen: Wichtige Spieler stehen in der nächsten Saison womöglich nicht mehr zur Verfügung.

Nicht nur Trainer Martin Stroetzel bestreitet in Iserlohn am Freitagabend das letzte Spiel für den DSC – auch für einige Spieler sind es die letzten 90 Minuten in Schwarz-Gelb.

Zum vorerst letzten Mal spielt Sebastian Greitemann für den DSC Wanne-Eickel. Den Mittelfeldmotor zieht es nach dem Ende seines Studiums nach Hamburg. „Er wird uns mindestens in der kompletten Hinrunde nicht zur Verfügung stehen“, gab der Sportliche Leiter des DSC, Jörg Kowalski bekannt.

Nach nur einem halben Jahr in der Mondpalast-Arena verlässt René Lewejohann den Verein wieder. Der Mittelstürmer war im Winter ohne Spielpraxis nach langer Verletzung aus Kaan-Marienborn nach Wanne-Eickel gekommen, sein Engagement stand aber von Beginn an unter keinem guten Stern: In der Vorbereitung verletzte er sich schwer an der Schulter, fiel lange aus und kam bislang nur auf zwei Tore für den DSC – zu wenig für den Aufstieg und einen neuen Vertrag.

Außenstürmer Semih Esen wechselt zur neuen Saison zum SV Schermbeck, der in der Westfalenligastaffel 1 gute Chancen auf den Aufstieg in die Oberliga hat.

Mindestens einen seiner neuen Teamkameraden in Schermbeck sollte Esen eigentlich kennen: Patryk Niedzicki will den DSC ebenfalls in Richtung Schermbeck verlassen – was bei Jörg Kowalski aber für Verwunderung sorgt: „Wir haben eine schriftliche Vereinbarung mit ihm bis 2016.“ Selbst wenn Niedzicki in Schermbeck womöglich trotzdem spielberechtigt sei, da er zum Vertragsamateur hochgestuft würde, wirft Kowalski dem SVS mindestens unsportliches Verhalten vor – ob der Transfer wie geplant über die Bühne gehen kann, ist laut Kowalski aber noch nicht klar.

Ebenfalls unklar ist der Verbleib von Toptorjäger Tugrul Aydin, der auch schon bis 2016 zugesagt hatte. Kowalski: „Er hat uns von einer Anfrage aus der Regionalliga berichtet.“ Auch wenn dem DSC selbst noch keine Anfrage vorliegt, ist Aydins Wechsel bei entsprechendem Interesse gut möglich – das soll möglichst schnell geklärt werden.

Definitiv den Verein verlassen werden Tim Nikolay und Marc Lang, die aus dem eigenen Nachwuchs zum Westfalenligakader stießen. Beide waren in der abgelaufenen Spielzeit unter Martin Stroetzel nur Ergänzungsspieler.

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