Bäriges Wochenende für den HEV

Tom Giesen (rechts) zieht ab. Tore und Punkte braucht der Herner EV auch an diesem Wochenende.
Tom Giesen (rechts) zieht ab. Tore und Punkte braucht der Herner EV auch an diesem Wochenende.
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Der Kampf um die Vizemeisterschaft in der Oberliga West bleibt bis zum letzten Vorrundenspieltag spannend. Um den zweiten Platz zu verteidigen, muss der HEV an diesem Freitag um 20 Uhr am Gysenberg gegen die Hammer Eisbären gewinnen und auch am Sonntag in der Neuwieder Bärenhöhle punkten (19 Uhr).

Denn die Verfolger aus Essen und Rheinland-Pfalz werden sich heute gegen die Kleinen der Liga wohl keine Blöße geben und haben zudem personell nachgelegt. Während der EHC Neuwied mit Björn Linda einen großen Wurf auf der Torhüterposition gelandet hat, verstärkten sich die Moskitos mit dem routinierten Verteidiger Marc Hemmerich. Der HEV hat dagegen auf finanzielle Kraftakte auf dem Transfermarkt verzichtet. Lediglich Tim Koziol soll als dritter Torwart reaktiviert werden, nachdem Christoph Trippe berufsbedingt nicht mehr zur Verfügung steht.

Wenn die Oberliga West in dieser Saison eine Wundertüte hat, dann sind es die Hammer Eisbären. Der Tabellensechste hat sowohl gegen die Kellerkinder Neuss und Frankfurt verloren, andererseits aber die Favoriten aus Herne, Essen und Neuwied geschlagen. Gelegentlich ist man aber auch nur ein Drittel lang Favoritenschreck. So geschehen am letzten Sonntag in Neuwied, als aus einer 3:0-Pausenführung ein 4:12-Debakel wurde.

Zur gleichen Zeit lieferte sich der HEV ein packendes Duell mit dem Meister EV Duisburg. „Meine Mannschaft hat alles gegeben. Wir sind auf einem guten Weg und bereit für die Endrunde“, zeigte sich Trainer Frank Petrozza nach dem knappen 2:3 gegen die Füchse hochzufrieden mit seinem Team. Mit den Eisbären erwartet er heute einen ebenso unberechenbaren wie unbequemen Gegner, der es trotz ungewisser Zukunft der Eishalle im Maxi-Park verstanden hat, vor allem für die Offensive gestandene und gefährliche Oberligaakteure zu verpflichten oder zu halten.

Was einen in der aufgeheizten Atmosphäre der Neuwieder Bären-höhle erwarten kann, ist dagegen hinlänglich bekannt. Außer Duisburg schaffte es bisher nur der HEV, dort zu punkten, verlor den ersten Vergleich in Rheinland-Pfalz allerdings dann in der Verlängerung. Der gleiche Spielausgang am Sonntag könnte zur Vizemeisterschaft reichen, aber nur, wenn Essen nicht zugleich gegen Duisburg gewinnt.

Vorläufige Endrundentermine

Auf ihren Topstürmer Jakub Rumpel müssen die Gysenberger erneut verzichten. Nach seiner Schleimbeutelentzündung im Arm mit anschließender Operation kehrt der Slowake voraussichtlich erst beim Endrundenauftakt in eigener Halle am 25. Januar, dann gleich wieder gegen den EHC Neuwied, zurück. Gleiches gilt für Dominik Scharfenort (Knieverletzung). Stephan Kreuzmann ist nach seiner dritten Zehn-Minuten-Strafe heute gesperrt. Die weiteren vorläufigen Endrundentermine -- 30. Januar: Saale Bulls Halle - HEV; 1. Februar: HEV - IceFighters Leipzig; 6. Februar: EV Duisburg - HEV; 8. Februar: HEV - Moskitos Essen; 13. Februar: EHC Erfurt - HEV; 15. Februar: HEV - Tornado Niesky; 20. Februar: IceFighters Leipzig - HEV; 22. Februar: EHC Neuwied - HEV; 27. Februar: HEV - Saale Bulls Halle; 1. März: Moskitos Essen - HEV; 6. März: HEV - EHC Erfurt; 7. März: Tornado Niesky - HEV; 13. März: HEV - EV Duisburg.

Theoretische Chancen auf Rang vier in der Oberliga Ost hat auch noch der EHV Schönheide, der dann in der Endrunde den Platz von Tornado Niesky einnehmen würde.