Aydins früher Platzverweis bringt DSC auf Verliererstraße

Viel Mühe hatte die DSC-Abwehr  mit Daniel Schmitz (r.), dem Schützen des Horster Siegtores.
Viel Mühe hatte die DSC-Abwehr mit Daniel Schmitz (r.), dem Schützen des Horster Siegtores.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Nach der 1:2-Niederlage bem SV Horst-Emscher 08 ist der Aufstiegszug für den DSC Wanne-Eickel vermutlich abgefahren.

SV Horst -Emscher 08 -
DSC Wanne-Eickel 2:1

Tore: 1:0 (28.) Quattroventi, 1:1 (40.) Greitemann, 2:1 (49.) Schmitz.

DSC: Johns - Rathmann, Melchner, Baum, Sommer (72. Esen) - Lorenzen, Greitemann - Aydin, Tomaschewski, Rios - Rios (46. Foth).

Rot: Aydin (10.).

Gelb/Rot: Rathmann (90.)

Die Nachricht von der 0:1-Niederlage des TSV Marl-Hüls interessierte Martin Stroetzel nicht die Bohne. „Über den Aufstieg brauchen wir nicht mehr zu reden. Den Zahn haben wir uns mit zwei Roten Karten in den letzten Spielen selbst gezogen“, war der DSC-Trainer nach der Niederlage in Horst ziemlich bedient.

Dabei hatte Stroetzel wie viele andere die Szene in der 10. Minute gar nicht gesehen. Der Ball war längst weitergespielt, da unterbrach Schiedsrichter Jonathan Lautz auf Wink von Florian Schreiber die Partie, erkundigte sich kurz bei seinem Assistenten und rieb Tugrul Aydin die rote Pappe unter die Nase. Der Wanner Angreifer soll mit dem Ellbogen ausgekeilt haben.

Falls dem so war, hatte Aydin seiner Mannschaft damit einen Bärendienst erwiesen. 80 Minuten lang in Unterzahl zu spielen und das ohne echten Stürmer, war wenig erfolgversprechend. Sofort wurde es auch ein anderes Spiel. Hatten die Gäste den Ball bis dahin gefällig laufen lassen, ohne zwingend zu werden, gerieten sie nun zunehmend unter Druck. Viel ließ die kompromisslose DSC-Abwehr aber zunächst nicht zu.

Bis zur 28. Minute. Da ging Naim Ajeti, in der Hinrunde noch für Wanne 11 am Ball, mit einem öffnenden Pass bis zur Grundlinie durch, seine halbhohe Flanke beförderte Krempicki technisch anspruchsvoll per Volley an die Latte, und den Abpraller drosch Quattroventi zum 1:0 in die Maschen. Der erste wirklich gelungene Angriffszug hatte den Platzherren gleich die Führung beschert.

Das machte es dem DSC erst recht schwer. Direkt nach Wiederanpfiff hätte Tomaschewski nach schönem Dribbling ausgleichen können, doch der DSC-Kapitän ließ sich im letzten Augenblick noch abdrängen. Fünf Minuten später hatte der DSC Massel, als Schmitz nach schönem Solo den Innenpfosten traf und Michael Baum den Nachschuss noch von der Linie schlug. So blieb Schwarz-Gelb im Spiel, und als Greitemann nach eigener Balleroberung und Zuspiel von Tomaschewski zum 1:1 traf, keimte noch einmal Hoffnung auf.

Nicht lange. Angetrieben vom dynamischen Pierre Nowitzki, spielte sich Horst noch vor der Pause mehrere Chancen heraus, und kurz nach Wiederbeginn köpfte Schmitz einen Nowitzki-Freistoß zum 2:1 ein. Weil die Gastgeber danach etliche Möglichkeiten versiebten, durfte der DSC am Ende noch die Brechstange auspacken, blieb aber ohne gefährlichen Abschluss. Für einen Aufstiegsanwärter war das schlicht zu wenig.