Aus eigener Kraft geschafft

Mit seinem 3:0-Sieg über den Jülicher Oostwouder beteiligte sich David McBeath am wichtigen Herner Teilerfolg.
Mit seinem 3:0-Sieg über den Jülicher Oostwouder beteiligte sich David McBeath am wichtigen Herner Teilerfolg.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der TTC Ruhrstadt gehört auch künftig der 2. TT-Bundesliga an. Mit dem 5:5 gegen Jülich machte das Herner Quartett den Klassenerhalt perfekt.

TTC Ruhrstadt Herne -
TTC indeland Jülich 5:5

Spiele: Källberg/Gabrovski – Jean/Oostwouder 3:0 (11:7, 11:8, 11:8), Subotic/Mc Beath – Mühlbach/Ozawa 0:3 (6:11, 10:12, 8:11), Källberg – Mühlbach 3:2 (11:5, 12:10, 9:11, 5:11, 12:10), Subotic – Jean 3:0 (11:6, 13:11, 11:6), Mc Beath – Oostwouder 3:0 (11:4, 11:5, 11:6), Gabrovski – Ozawa 2:3 (11:9, 1:11, 7:11, 11:9, 7:11), Källberg – Jean 3:0 (kampflos), Subotic – Mühlbach 0:3 (11:13, 7:11, 8:11), Mc Beath – Ozawa 2:3 (5:11, 11:7, 11:8, 9:11, 7:11), Gabrovski – Oostwouder 1:3 (7:11, 9:11, 11:6, 5:11).

Mit einem spannenden und hochklassigen Spiel verabschiedete sich der TTC Ruhrstadt Herne im letzten Heimspiel der Saison von seinem Publikum, und am Ende stand der ersehnte Punktgewinn, den die Herner noch zum sicheren Klassenerhalt benötigten.

Von Anfang an zeigten alle Akteure unbändigen Einsatz. Die Herner, weil sie endgültig den Klassenerhalt sichern wollten, die Jülicher, weil sie noch Chacen auf die Meisterschaft hatten und sich für die 0:6-Schlappe im Hinspiel revanchieren wollten. Nach dem 1:1 in den Doppeln kam es im oberen Paarkreuz zu den ersten Höhepunkten des Spiels. Dabei lieferten sich Anton Källberg und Hermann Mühlbach eine wahre Schlacht, die der junge Schwede nach wechselvollem Spiel mit 12:10 im fünften Satz für sich entschied.

Nicht ganz so spannend, aber gespickt mit fantastischen Ballwechseln verlief das andere Duell zwischen Dragan Subotic und dem Ex-Herner Lauric Jean. Letzterer war durch eine tags zuvor erlittene Brustmuskelzerrung gehandicapt und beschränkte sich auf eine defensive Spielweise. Die führte zu langen Ballwechseln, weil Subotic, der nicht über den „tödlichen“ Schmetterball verfügt, oft zehn, zwölf Angriffsbälle benötigte, um zum Punktgewinn zu kommen. Meistens gelang ihm das, und so führte Herne nach seinem 3:0-Spielgewinn zur Pause mit 3:1.

Nach der Pause ging es für die Ruhrstädter zunächst erfolgreich weiter. David Mc Beath beherrschte Oostwouder nach allen Regeln der Kunst und erhöhte ohne Satzverlust auf 4:1. Da war am anderen Tisch der Kampf zwischen Petko Gabrovski und dem temperamentvollen Japaner Ozawa noch im vollen Gange. Der bejubelte jeden erfolgreich abgeschlossenen Ballwechsel, als hätte er gerade die WM gewonnen, und hatte schließlich im mit 11:7 gewonnenen Entscheidungssatz wirklichen Grund zur Freude.

Schemp mit Saison „hoch zufrieden“

Der fünfte Spielgewinn und der damit geschaffte Klassenerhalt fiel den Hernern danach durch den Spielverzicht des verletzten Jean in den Schoß. Dass es dann nicht mehr zum Sieg reichte, weil Jülich die letzten drei Spiele für sich entscheiden konnte, ließ die Freude von Ruhrstadt-Geschäftsführer Anton Schemp ungetrübt: „Uns ist heute ein dicker Stein vom Herzen gefallen. Alles in allem bin ich mit dem Saisonverlauf hoch zufrieden. Jetzt freue ich mich auf ein schönes Spiel in Köln ohne jeden Druck.“