Aus der Traum

Patrick Liebel zieht ab – ohne Erfolg.
Patrick Liebel zieht ab – ohne Erfolg.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Nach dem 2:3 bei Hedefspor Hattingen haben sich die Aufstiegshoffnungen des SV Sodingen erledigt.

Hedefspor Hattingen -
SV Sodingen 3:2

Tore: 1:0 Aydin (32.), 2:0 Derin (35.), 3:0 Güntner (60.), 3:1 Brautlacht (75.), 3:2 van der Heusen(83.).
SVS: Menke - Patalla (46. Besli), Breitag, van der Heusen, Köker, Sickel (46. Kostrzewa), Elbers, Liebel, Inam, D. Hyna (62. Brautlacht), K. Hyna.

Das war es: Das Thema Aufstieg hat sich für den SV Sodingen fürs Erste erledigt. Während Gastgeber Hedefspor Hattingen nach seinem 3:2-Sieg über den SVS in Jubelstürme ausbrach, versuchten die Sodinger die Pleite im Verfolgerduell schnellstmöglich hinter sich zu lassen.

Besonders in der ersten Halbzeit ließ der SVS alles vermissen, was Trainer Franko Pepe den Spielern mitgegeben hatte. „Hedef war nicht wirklich gut, aber wir waren schlechter“, beschrieb er nachher. Um dem Pressing der Gastgeber zu entgehen, hatte er lange Bälle angeordnet. „Wir wollten hinten raus keinen Fußball spielen, haben dann aber genau das zwei Mal gemacht – daraus fielen zwei Gegentore.“ Vor dem 1:0 hätten die Sodinger zweimal klären können, verursachten aber einen Freistoß, aus dem dann das 0:1 fiel. „Vor dem 0:2 versuchen wir es spielerisch zu lösen, spielen den Außenverteidiger tot, haben dann aber auch noch zweimal die Möglichkeit, die Situation zu bereinigen, trotzdem fällt das Tor.“ Ärgerlich, dass Pascal Sickel den Ball noch beim Stand von 0:0 nicht aus fünf Metern über die Linie gebracht hatte.

„In der Pause habe ich komplett umgestellt, klare Vorgaben gemacht, wie es eigentlich von Anfang an schon sein sollte“, so Pepe über seine Kabinenpredigt. Die zeigte Wirkung. Kostrzewa kam als zweiter Stürmer, Sodingen war nun besser, hatte auch gute Chancen – doch statt dem 2:1 fiel das 3:0 aus dem Nichts.

Die Moral stimmte immerhin. Durch Brautlacht und van der Heusen, der auffälligster Sodinger war, kam der SVS zwar noch heran, vergab aber Möglichkeiten zum 3:3 und so die Hoffnung, durch einen Ausrutscher des Konkurrenten Hedefspor noch aufsteigen zu können – abgehakt: Sodingen hat zwei Spiele vor Schluss sechs Punkte und neun Tore Rückstand und wird, wenn nicht alles völlig verrückt läuft, auch 2015/16 in der Landesliga antreten.

Und während die Hedefspor-Spieler den fast schon sicheren Aufstieg bejubelten, dachte Franko Pepe ans nächste Spiel: „Wir müssen das verdauen, meine Aufgabe ist es, die Spieler bis zum Pokalfinale am Donnerstag wieder aufzubauen.“