Auf HTC-Damen wartet kein Selbstläufer

Beim Kampf um die Rebounds wird es Erica Barnes (Bild) unter den Körben oft mit der Ex-Hernerin Lisa Koop zu tun bekommen.
Beim Kampf um die Rebounds wird es Erica Barnes (Bild) unter den Körben oft mit der Ex-Hernerin Lisa Koop zu tun bekommen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
im Heimspiel gegen den BC Marburg wollen die Bundesliga-Basketballerinnen des Herner TC am Samstag ihre Siegesserie fortsetzen.

Es läuft bei Hernes Bundesliga-Basketballerinnen. Die letzte Niederlage datiert vom 23. November, nach dem 68:73 in Saarlouis hat der HTC achtmal als Sieger das Parkett verlassen – zweimal im Pokal, sechsmal in der Liga. Grund genug, auch das Heimspiel gegen den BC Pharmaserv Marburg an diesem Samstag (18 Uhr, Sporthalle der Mont-Cenis-Gesamtschule) voller Selbstvertrauen anzugehen. Zumal sich die Hessinnen auswärts bislang nicht mit Ruhm bekleckert haben.

Das aber kann sich schnell ändern. Durch drei Heimsiege in Folge haben sich die „Dolphins“ nicht nur auf den achten Platz vorgeschoben, sie haben sich auch deutlich stabilisiert und können ohne jeden Druck versuchen, beim Tabellenzweiten in Herne eventuell zwei „Bonus-Punkte“ abzugreifen.

„Für uns wird das ein ganz schweres Spiel“, warnt HTC-Trainer Marek Piotrowski. „Marburg braucht jeden Punkt, kommt komplett und kann bei uns ganz locker aufspielen.“ Besonders das 79:72 der Dolphins gegen Saarlouis hat ihn beeindruckt: „Die haben Saarlouis mit ihrer Zonendeckung geknackt.“

Mit 24 Punkten und zehn Rebounds hatte Lisa Koop großen Anteil am Überraschungs-Coup gegen die Royals. Die letztjährige HTC-Centerin scheint jetzt wieder richtig in ihrer alten Basketball-Heimat angekommen zu sein und hat in den letzten drei Spielen jeweils ein „Double-Double“ geschafft. „Wir werden uns etwas einfallen lassen, um Lisa effektiv zu verteidigen“, kündigt Piotrowski an. Mindestens die gleiche Aufmerksamkeit muss Hernes Defense anderen Marburgerinnen schenken. Zum Beispiel Finja Schaake, mit 12,5 Punkten pro Spiel Topscorerin ihres Teams und neben Koop und Birte Thimm dritte aktuelle deutsche Nationalspielerin der Dolphins. Mit diesem Trio und den drei US-Girls Tonisha Baker, Alissa Pierce und Brittany Wilson kann Trainer Patrick Unger reichlich Qualität aufs Parkett bringen.

Das Herner Team aber ist keineswegs schlechter bestückt, im Gegenteil. Die Tiefe und Ausgeglichenheit des Kaders ist das größte Pfund, mit dem der HTC wuchern kann. So konnten bislang verletzungsbedingte Ausfälle gut kompensiert werden. Damit das so bleibt, haben die Herner mit Zivanka Jankovic noch eine Aufbauspielerin verpflichtet. Die 31-Jährige aus Montenegro ist am Dienstag zum Team gestoßen und soll Quenice Davis entlasten. „Wir müssen für die Play-Offs variabel bleiben, um bei Verletzungen reagieren zu können“, so Piotrowski.

Spannend wird es heute auch in der Halbzeitpause, wenn DBBL-Geschäftsführer Achim Barbknecht die Halbfinals für das TOP4-Turnier in Herne am 21/22. März auslost.