Aller guten Dinge sind drei

Geschafft: Firtinaspor bejubelt den Aufstieg in die Bezirksliga.
Geschafft: Firtinaspor bejubelt den Aufstieg in die Bezirksliga.
Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Servi

Firtinaspor Wanne ist wieder da - in der Fußball-Bezirksliga. In der abgelaufenen Spielzeit gelang der Mannschaft um Trainer Cevdet Zorel das Kunststück, nach dem Abstieg postwendend wieder aufzusteigen. Wie 2012 schon einmal. Firtinaspor scheint ein wenig zwischen den Welten zu hängen. Nun gilt eben: Aller guten Dinge sind drei. Die dritte Bezirksliga-Spielzeit in der Vereinsgeschichte soll jedoch endlich nachhaltiger ausfallen.

Eine Fahrstuhlmannschaft

Jubel und Trauer lagen an der Emscherstraße also in den letzten Jahren eng beieinander. 2010 feierten die Wanner mit Jörg Ritz auf dem Trainerstuhl ihren ersten überkreislichen Auftritt. Nach dem sofortigen Abstieg gelang unter Karsten Buttler wiederum die Rückkehr nur ein Jahr später. Diesmal konnte man sich zwei Jahre in der Klasse halten. 2014 jedoch folgte der neuerliche Abstieg.

Den Sturz zurück in die Kreisliga A begleitete bereits Cevdet Zorel, der im Winter 13/14 das Kommando von Jörg Ritz übernahm, das Ruder im Tabellenkeller jedoch nicht mehr herum bekam. Dass seine Mission durch die Kreisliga führen könnte, war dem Coach, der in Wanne ohne Bezahlung arbeitet, jedoch im Vorhinein bewusst und konnte ihn nicht abschrecken. Er vertraute, wie auch der Vorstand, auf die Qualität seiner Truppe und peilte die Rückkehr bereits vor der Saison an.

Turbulente Endphase der Saison

Los ging es zwar mit einer 0:2-Heimniederlage gegen Fast-Absteiger Arminia Holsterhausen. „Aber wir hatten da noch viele Urlauber, es fehlte der halbe Stamm“, erinnerte sich Zorel. Er habe damals gesagt, dass man erst nach fünf, sechs Spieltagen erkennen könne, wo die Reise hingeht. Entgegen kam Firtina, dass das Startprogramm recht moderat ausfiel.

Die harten Gegner standen erst am Ende des Spielplans. „Ende des Jahres hatten wir dann passenderweise unsere stärkste Phase“, so Zorel. Mit Siegen über Marokko (2:1), VfB Börnig (5:1) und SG Castrop (4:0) und einem 1:1 gegen Merklinde rundete Firtinaspor Wanne eine starke Hinrunde fast perfekt ab. Man lag nur einen Zähler hinter Merklinde. Die folgende Rückrunde stand dem in Nichts nach. „Immer wenn wir mal geschwächelt haben, hat die Konkurrenz auch gepatzt“, erzählt Cevdet Zorel.

Und so setzte sich Wanne an der Spitze sogar Punkt um Punkt ab. Erst eine turbulente Schlussphase mit dem vergebenen Matchball gegen Marokko (1:2) und dem Abbruchspiel in Merklinde machte das Rennen noch einmal etwas spannend. Einen Punkt Vorsprung aber brachte die Mannschaft schließlich ins Ziel.

Mit einer kleinen Pyroshow bejubelte Firtinaspor frenetisch seinen dritten Aufstieg. Dass man sich nun endlich dauerhaft in der Liga einnisten kann, da gibt man sich selbstbewusst. Dazu sollte der vorhandene Kader, der nur leicht verändert wird, auch in der Lage sein. Größere Sprünge nimmt man sich hingegen nicht vor. Man legt aktuell vielmehr bei Firtina das Hauptaugenmerk auf die Reserve, die den Sprung in die A-Liga schaffen soll. So will man sich insgesamt im Verein für die Zukunft rüsten. Vielleicht ja auch für einen möglichen vierten Aufstieg auf neuem Kunstrasen - diesmal ohne zwischenzeitlichen Abstieg, versteht sich.