Abstiegsduell im Sauerland

Alex Röckiger
Alex Röckiger
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler
Was wir bereits wissen
Der HC Westfalia Herne tritt am Dienstagabend im Nachholspiel beim HSV Plettenberg/Werdohl an – die Gastgeber können mit einem Sieg mit dem HCW gleichziehen.

Druck nicht als Belastung an sich heran lassen, Ruhe und klaren Kopf bewahren sowie um jeden Ball kämpfen, muss die Devise für die Verbandsligamannschaft des HC Westfalia Herne im Nachholspiel beim schärfsten Mitkonkurrenten um einen Nichtabstiegsplatz, dem HSV Plettenberg/Werdohl, lauten. Diese Begegnung wird am Dienstagabend um 20.30 Uhr in der Sporthalle des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Plettenberg angepfiffen.

Die Sauerländer haben sich aus ihrer prekären Lage durch fünf Siege in den letzten sechs Begegnungen bis auf zwei Punkte an den HCW heran gearbeitet.

Während der Gastgeber am vergangenen Wochenende mit dem 26:25-Sieg über Haltern/Sythen sein Selbstvertrauen weiter steigern konnte, müssen die Herner die bittere Niederlage aus dem Samstagspiel in Recklinghausen verdauen.

Hinspielsieg ist irrelevant

Aus dem 35:25-Hinspielsieg können die Strünkeder keine Impulse ableiten. Plettenberg/Werdohl hat in der Rückrunde personell noch einmal nachgerüstet, dem HC Westfalia fehlt dagegen neben den Langzeitverletzten Roman Rittmann und Tim Bauer nun auch noch der im letzten Spiel disqualifizierte Jakob Liedtke.

Das junge Herner Team muss sich mental und körperlich darauf einstellen, dass diese Begegnung noch einmal von einem ganz anderen Kaliber sein wird, als die jüngste Begegnung beim Nachbarn PSV Recklinghausen. Jetzt muss die Mannschaft mit allen Mitteln den Abstiegskampf annehmen und darf sich nicht in Einzelaktionen verzetteln. Eine geschlossene und hellwache Einheit ist gefordert.

Nach der Niederlage in Recklinghausen sagte Trainer Jens Körner: „Das waren zu viele technische Fehler.“ Diese Mängel bei der Ballsicherung nach abgewehrten Würfen des Gegners und das zu zögerliche Rücklaufverhalten dürfen sich nicht wiederholen. In Plettenberg muss jeder Akteur höchste Lauf- und Kampfbereitschaft einbringen. Auch im Rückraum muss sich der HCW mehr zeigen, um die kompakte gegnerische Abwehr aufzubrechen und Raum für die flinken Akteure zu schaffen.

Sicherer Tempohandball sollte eine weitere Maßnahme sein. Und schließlich nicht zu Lasten der Konzentration an Schiri-Entscheidungen aufreiben, was gegen die PSV auch ein Problem war. Das Duell mit Plettenberg/Werdohl hat es in sich.