Zwei verschenkte Punkte
13.02.2012 | 14:34 Uhr 2012-02-13T14:34:00+0100
SSF Fortuna Bonn -
SG FdG Herne3:1
Sätze: 24:26, 30:28, 25:22, 25:23.
Wer als Neunter beim Tabellendritten antreten muss, fährt nicht gerade mit großen Erwartungen nach Bonn. So gesehen, dürfen Hernes Regionalliga-Volleyballerinnen die engen Satzergebnisse durchaus als Erfolg werten. Allerdings stand am Ende auch die Erkenntnis, dass trotz der angespannten Personalsituation mehr drin gewesen wäre.
Zwar meldeten sich einige Angeschlagene zum „Dienst“, größtes Manko war jedoch der fehlende Libero. Die Position übernahm notgedrungen Monika Bando, die aber Nadja Peters nicht wirklich ersetzen konnte. Auch sonst zeigte sich die Annahme nicht immer von ihrer besten Seite. Folge waren zahlreiche Probleme im Spielaufbau und Abschluss.
So geriet Herne gleich zu Beginn mit 1:8 in Rückstand, eigentlich hoffnungslos. Doch auch Bonn hat wohl schon bessere Tage erlebt, verspielte den Vorsprung bis zur Satzmitte wieder. Herne ging in Führung und hatte die Nase fortan mit ein bis zwei Punkten vorn, um sich am Ende in der Verlängerung durchzusetzen.
Ein ähnliches Bild im zweiten Durchgang. Erneut musste die FdG-Sechs aus einem Rückstand heraus den Anschluss finden, um sich sodann eine komfortable Führung zum 21:17 zu erspielen. Das sollte reichen, tat es aber nicht. Die ausfallbedingten Defizite traten nun kumulativ zu Tage und ließen Fortuna wieder ins Spiel kommen. Bonn schloss auf, es wurde spannend. Mit wechselnden Führungen und zahlreichen vergebenen Satzbällen ging es weit über die Zielmarke hinaus, bevor Bonn mit dem 30. Punkt den Satzausgleich feiern durfte.
Die FdG-Mädels zeigten sich jedoch unbeeindruckt und gingen im dritten Durchgang zunächst deutlich in Führung, um diese genauso kläglich wieder abzugeben wie Bonn in den Sätzen zuvor. Herne zog nicht nach und Bonn holte auch diesen Satz.
Doch auch damit war der Widerstand nicht gebrochen. Die FdG erarbeitete sich einen 20:14-Vorsprung, und wieder sollte es nicht reichen. 23:18 stand es bereits, als Herne anfing, nur noch Sicherheitsbälle zu spielen, in der Hoffnung, dass Bonn noch zwei Eigenfehler machen werde. Diesen Gefallen tat die Fortuna den Hernerinnen aber nicht, holte vielmehr sieben Punkte in Folge und beendete damit ein nur phasenweise spannendes Spiel auf insgesamt mäßigem Niveau. „Not gegen Elend“ nannte Trainer Uli Walkenhorst das, was er soeben gesehen hatte, und ärgerte sich über zwei verschenkte Punkte.
FdG: Monika Bando, Svenja Börding, Jenny Heisel, Justina Heynck, Jana Kruska, Carmen Pietsch, Julia Röchner, Daniela Schütte, Isabelle Zwingmann.
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