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Westfalia steht im Halbfinale

22.02.2012 | 16:10 Uhr
Westfalia steht im Halbfinale
Nicht nur wegen seiner acht Tore war Hernes Philipp Cubero-Bielsa (am Ball) eine der herausragenden Figuren auf dem Parkett. Foto: Thomas Schild / WAZ FotoPool

HC Westfalia Herne -
HSG Schalke 04/9634:30

Halbzeit: 16:13.

HCW: Müller, Greger; Schlechtrimen (3), Hegemann, Schwitalski (2), Lukic (8), F. Scheunemann (2), M. Scheunemann (1), E. Lorenz (1), Cubero-Bielsa (8), Rittmann (1), Rademacher, Wolter (3), Wenge (5/4).

Das Duell der Ligakonkurrenten um den Einzug ins Kreispokalhalbfinale riss insgesamt nicht von den Sitzen, lieferte aber durchaus klasse spielerische Momente, überraschende Aktionen und sehenswerte Tore. Lang anhaltenden Szenenapplaus gab es unter anderem beim zauberhaft herausgespielten Treffer zum 33:28, den der stark auftrumpfende Philipp Cubero-Bielsa nach prächtiger Vorarbeit von Roman Rittmann und Tobias Schlechtrimen vollstreckte.

Auch die frechen Torwürfe des jungen Timo Wolter und die eiskalt verwandelten Strafwürfe von Fabian Wenge imponierten. Am hoch verdienten Herner Sieg gibt es nichts zu deuteln, nur sollten daraus keine falschen Schlüsse für die Meisterschaftspartie der beiden Kontrahenten in knapp 14 Tagen gezogen werden. Immerhin reisten die Schalker nur mit zwei Auswechselspielern an und verloren Routinier Pavel Ciesowski noch vor der Halbzeit durch Verletzung.

Jens Körner dagegen konnte trotz der Ausfälle von Robin Bartel (gesperrt), Alexander Rödiger (verletzt) und Fabian Scheunemann (nach 30 Minuten geschont), aus dem Vollen schöpfen. Davon machte der HCW-Coach auch reichlich Gebrauch, gab allen Akteuren Einsatzzeiten. Kai Schwitalski und Tim Rademacher aus der Bezirksligasieben, die in der halblinken Angriffsposition einige Male glücklos agierten, standen in der Abwehr ihren Mann. Hier war es eher Robert Lukic, der Schwächen offenbarte, dafür allerdings im Angriff im richtigen Moment zur Stelle war und den Gästen jede zwischendurch aufkeimende Hoffnung nahm. Jochen Müller hatte mit einer insgesamt soliden Vorstellung bis zur Halbzeit unter anderem schon drei Siebenmeter entschärft und den Drei-Tore-Vorsprung (16:13) in die Pause gerettet.

Westfalia lenkte den anfangs etwas hektischen Angriffsaufbau frühzeitig in strukturierte Bahnen, so dass die HSG nur bis zum 6:5 knapp vorne lag. Nach dem 8:8 setzte sich der HCW erstmals spürbar auf 12:9 ab. Sofort nach Wiederanpfiff zogen die Strünkeder von 16:13 auf 20:14 davon, hatten damit den Sack aber immer noch nicht endgültig zugemacht.

Die Manndeckung für Spielgestalter Roman Rittmann brachte die Herner kurzzeitig etwas aus dem Konzept. Sechs Minuten vor dem Ende witterten die Gäste nach dem Anschlusstreffer zum 30:28 sogar noch einmal Morgenluft, waren aber körperlich platt und konnten nicht mehr entscheidend nachsetzen.

In der Schlussphase brillierte der HCW und landete letztlich verdientermaßen einen dem Spielverlauf entsprechenden Sieg. „Wir wollten unbedingt ins Halbfinale einziehen und haben dies mit einer ansehnlichen Leistung geschafft. Den Ball haben wir vernünftig laufen lassen. Jeder hat seine Einsatzzeiten bekommen und sie genutzt“, zeigte sich Jens Körner nach dem Abpfiff zufrieden.

Manfred Scheibe

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