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Spätes Sahnehäubchen

29.01.2012 | 19:34 Uhr
Spätes Sahnehäubchen
Schon bei der Ballannahme spürte Dorstens Jannis Scheuch die Nähe von Danny Tottmann. Rechts sichert Robert Hansmann ab. Foto: Olaf Ziegler / WAZ FotoPool

SC Westfalia Herne -
SV Dorsten-Hardt1:0

Tor: 1:0 (85.) Petrovic.

SCW: Kurz (46. Mallon) - Bachmann (46. Matijas), Kraska, Liedtke, Gallus - Hansmann, van der Heusen (46. Petrovic) - Skraparas (46. Sabellek), Tottmann (46. Babatunde), Stevanovic - Martins.

Gelb/Rot: Liedtke (90.).

Der SC Westfalia hat auch sein zweites Vorbereitungsspiel gegen einen Westfalenligisten knapp gewonnen und die Erwartungen seines Trainers Uli Reimann damit erfüllt. Die Erkenntnisse der 90 freudlosen Minuten im Eisschrank an der Forellstraße aber hielten sich in Grenzen. Dass die junge Herner Truppe körperlich gut drauf ist, dass ihre Einstellung stimmt, dass die Innenverteidigung mit Philipp Kraska und Maik Liedtke ihr Prunkstück ist, all’ das ist längst bekannt. Bekannt sind auch spieltechnische Defizite und gravierende Abschlussschwächen.

Ob Rogerio Martins letztere beheben kann, bleibt abzuwarten. „Er hat zumindest gute Ansätze gezeigt und ist zu Chancen gekommen“, wollte Uli Reimann nach dem ersten Test noch kein abschließendes Urteil über den 33-jährigen Stürmer abgeben. Von Azeed Babatunde, dem zweiten Gastspieler, hatte er dagegen nach 45 Minuten bereits genug gesehen. „Der hilft uns nicht weiter“, war Reimann sicher.

In der ersten Halbzeit dümpelte die Partie fast ohne jede Torszene vor sich hin. Die Gäste aus Dorsten, Schlusslicht der Westfalenliga 1, schnürten den SCW zunächst in dessen Hälfte ein, fanden aber kein Mittel, die Herner Deckung zu knacken. Bis auf zwei, drei Fernschüsse hatte Pascal Kurz wenig zu tun.

Noch mehr freute sich Dorstens Keeper Stefan Schröder auf den heißen Pausentee, blieb er doch bis zur Halbzeit fast ohne Beschäftigung. Der SCW konnte sich zwar nach 20 Minuten befreien und wurde optisch gleichwertig, Gefahr strahlten die Hausherren aber nicht aus.

Das änderte sich im zweiten Abschnitt. Gleich nach Wiederanpfiff fiel der Ball Rogerio Martins im Strafraum vor die Füße, der Brasilianer aber geriet in Rücklage und schoss in die zweite Etage. Eine Viertelstunde später spielte sich der aufgerückte Kraska bis zur Grundlinie durch und legte erneut für Martins auf, doch dessen etwas missglückten Flachschuss kratzte ein Verteidiger von der Linie. Pech hatte Martins bei seiner dritten Chance, als seine Direktabnahme aus fünf Metern knapp am Pfosten vorbeistrich. Zuvor hatte Nicolas Stevanovic die dickste Herner Möglichkeit versiebt. Von Batatunde in die Gasse geschickt, brachte der Franzose die Kugel aus halblinker Position nicht an Torwart Schröder vorbei. So sah es bereits nach einem für die Gäste schmeichelhaften 0:0 aus, ehe Dejan Petrovic mit einem herrlichen Sonntagsschuss in den Winkel doch noch für ein spätes Sahnehäubchen sorgte.

Wolfgang Volmer

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