Showdown in Neuwied
09.12.2011 | 11:19 Uhr 2011-12-09T11:19:00+0100
Für den Herner EV dürfte an diesem Sonntag die Vorentscheidung im Kampf um die Vorrundenmeisterschaft fallen. Um 19 Uhr treten die Gysenberger zum Showdown beim direkten Rivalen und Spitzenreiter EHC Neuwied an.
Bei einer Niederlage am Rhein wächst der Rückstand des Tabellenzweiten auf fünf Punkte, was ohne fremde Hilfe kaum noch gutzumachen wäre. Eine komfortablere Ausgangsposition der Gäste verhinderte der Punktabzug aus der Partie gegen Grefrath, nachdem die Spielberechtigung für HEV-Verteidiger Edgars Adamovics abgelaufen war.
Die Passverlängerung, eigentlich nur eine Formalie, war vom Verein zwar nach eigenen Angaben beantragt worden, doch das entsprechende Schriftstück verschwand auf dem Postweg zum Landesverband. „Wir hätten es natürlich per Einschreiben schicken sollen, aber bisher gab es da nie Probleme“, meinte HEV-Geschäftsführer Hans-Jürgen Schubert zu dem im Nachhinein betrachtet etwas zu sorglosen Umgang mit wichtigen Dokumenten.
Ärgerlich für die Spieler und ärgerlich für die Herner Fans, die ihr Team natürlich am Ende der Vorrunde ganz oben sehen möchten. Ganz besonders ärgerlich aber für die Konkurrenz der Grefrather EG aus Dinslaken und Darmstadt, die in den Spielen gegen den HEV leer ausgegangen war. So dürfte Dinslaken nach dem unverhofften Punktegeschenk für den Tabellennachbarn wohl nur noch bei einem Sieg im direkten Vergleich bei der GEG eine Endrundenchance besitzen.
Der HEV selbst kann den Vorfall nach bereits erfolgter Endrundenqualifikation entspannter betrachten. Mit einem Sieg beim Tabellenführer wäre das Sikorski-Team wieder vorne und die Aussichten dafür stehen nicht schlecht. Dem EHC, im Hinspiel am Gysenberg noch 4:2-Sieger, scheint nämlich auf der Zielgeraden die Luft auszugehen. Punktverlusten in Dinslaken und Solingen folgte am letzten Sonntag die erste Heimniederlage gegen Darmstadt, wobei Dukes-Goalie Ilja Doroschenko einmal mehr seine Ausnahmestellung in der Liga unter Beweis stellte.
Auch Hernes sportlicher Leiter Ralf Cassebaum rechnet sich gute Chancen auf eine erfolgreiche Revanche aus: „Vor eigenem Publikum wird Neuwied das Spiel machen müssen. Wir haben schnelle Stürmer und können kontern.“
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