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Tischtennis

Schmettern bis Mitternacht

14.09.2010 | 16:35 Uhr
Schmettern bis Mitternacht
Eines der vielen Herner Talente: Moritz Eising vom TTC Ruhrstadt Herne. Foto: Winfried Labus

Das Klacken der Bälle und das Quietschen der Gummisohlen dürfte Guido Kania und seine Mitstreiter aus der Turnierleitung noch im Schlaf verfolgt haben. Obwohl keiner gezählt hat, wie viele Sätze gespielt wurden – bei den Tischtennis-Kreismeisterschaften in der Sporthalle Stöckstraße wurden die Kapazitäten absolut ausgeschöpft. „Viel mehr geht nicht“, atmete Bernd Reckmeier durch, der Geschäftsführer des ausrichtenden TTC Herne-Vöde – erleichtert darüber, dass letztlich alles geklappt hat. „Besonders am Samstag, als etwa 200 Teilnehmer in der Halle waren, sind wir klar an die Grenzen gestoßen.“

Auch das Durchhaltevermögen einiger Sportler wurde auf eine harte Probe gestellt. So gingen Ozan Kizilates und Andreas Hourtz am Samstag gegen 22.30 Uhr zum Endspiel im Herren-B-Einzel an die Tische. Um halb Zwölf waren dann auch Kania und Co. endlich aus der Halle – um am nächsten Morgen bereits um 9 Uhr wieder die ersten Spiele aufzurufen. Viel mehr Enthusiasmus geht nicht.

Spannende Halbfinals

Belohnt wurde dieser Einsatz vieler helfender Tischtennis-Freaks durch spannende und teils hochklassige Spiele. Dabei war die „Königsklasse“ fest in Herner Hand. Weil die Oberligaspieler aus Bommern nicht gemeldet hatten, waren die heimischen Cracks schon im Halbfinale unter sich. Und diese beiden Partien waren für Reckmeier die Höhepunkte der ge­samten Titelkämpfe. Mit 4:1 setzte sich Thorsten Honefeld vom DSC Wanne-Eickel im Duell zweier langjähriger Teamkameraden gegen Jens Polutnik (Vöde), doch dieser Sieg hing am seidenen Faden. Mit guten Nerven und etwas Glück entschied Honefeld die Sätze drei und vier mit 17:15 bzw. 16:14 für sich und knackte so Polutniks hartnäckigen Widerstand.

Noch verrückter verlief die Partie zwischen den Vödern Kai Isensee und Florian Bartnik. Drei Sätze brachte Isenee souverän auf die Habenseite (11:6, 11:5, 11:8), dann schlug Bartnik zurück und holte sich die nächsten drei Durchgänge (7, 6, 9). Im Entscheidungssatz war Routinier Isensee wieder voll auf der Höhe und gewann mit 11:5. Auch im Endspiel erwischte Isensee den besseren Start (11:9, 11:7). Dann aber steigerte sich Honefeld in eine Superform, holte sich die nächsten vier Sätze (7, 6, 5, 13) und damit auch den Titel.

Es sollte nicht der einzige für heimische Spieler bleiben. Besonders der aufstrebende DSC Wanne-Eickel räumte mächtig ab und zeigte, dass er auch in der Jugendarbeit wieder an gute Zeiten anknüpft.

Wolfgang Volmer

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Tore: 0:1 (2., FE) Aydin, 1:1 (25., FE) Hense, 1:2 (40.) Cavus, 1:3 (88.) Dosedal.