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Schlebach am Schloss

26.06.2008 | 18:07 Uhr

40-jähriger Ex-Spielertrainer des SC Hassel tritt die Nachfolge von Frank Schulz an.Timur Camci hat die Mannschaft mit einbezogen, dann ging es ganz schnell

FUSSBALL SC WESTFALIA HERNE Plötzlich ging es ganz schnell: Knapp 48 Stunden, nachdem der Wechsel von Trainer Frank Schulz zum Regionalligisten BV Cloppenburg feststand, präsentierte NRW-Ligist SC Westfalia Herne den neuen Chefcoach. Nachfolger des 47-jährigen Ex-Profis Schulz ist Christoph Schlebach (40). "Wir haben mit ihm einen Einjahresvertrag abgeschlossen", erklärte Timur Camci, Sportlicher Leiter des SCW, gestern gegenüber der WAZ. Schlebach war in den letzten drei Spielzeiten als Spielertrainer für den Verbandsligisten SC Hassel aktiv.

"Er vertritt die gleiche Philosophie wie Frank Schulz und denkt in der gleichen Richtung", nannte Camci einen der Hauptgründe für die Verpflichtung Schlebachs, den der Sportliche Leiter selbst als neuen Trainer vorgeschlagen hatte. "Als öffentlich über einen möglichen Wechsel von Frank Schulz spekuliert wurde, stand das Telefon bei mir nicht mehr still. Da zeigte sich, welch' guten Namen der SC Westfalia hat. Sie glauben gar nicht, wer sich alles bei uns beworben hat", so Camci, ohne allerdings Namen zu nennen. Erste Kontakte zu Schlebach habe der SCW aber von sich aus bereits vor knapp zwei Wochen aufgenommen. Camci: "Wir wollten natürlich für den ,Fall X' gerüstet sein."

Nachdem der Wechsel von Schulz perfekt war, saßen Camci, der gemeinsam mit dem Ehrenvorsitzenden Jürgen Stieneke das operative Geschäft führende Klaus Großheim, der Spielerrat und weitere Akteure des SC Westfalia am Mittwoch zusammen. Und während des Gedankenaustausches glühte auch der heiße Draht zur Costa Brava, wo Stieneke derzeit seinen Urlaub verbringt. "Ein Teil der Spieler hat auch oder gerade wegen Frank Schulz bei uns verlängert. Daher habe ich es als Pflicht empfunden, die Meinung der Jungs zu dem neuen Trainer zu berücksichtigen", so Camci, der von "sehr positiven Gesprächen" berichtete.

Der Rest war Formsache; Schlebach habe sofort zugesagt. Auf mögliche Kritik an dieser zügigen Entscheidung ist Camci eingestellt: "Viele werden jetzt fragen: Warum so ein Schnellschuss? Für uns war wichtig, Ruhe im Verein zu bewahren und mit einem neuen Trainer vernüftig in die Saisonvorbereitung zu starten. Daher war eine schnelle Entscheidung gut. Und das hat auch Jürgen Stieneke gesagt."

Christoph Schlebach ist nun am Mittwoch ersteinmal wie geplant in seinen Türkei-Urlaub gestartet. Den wird der neue Coach aber um vier Tage verkürzen. Als Kompromiss hat der SC Westfalia den ursprünglich für den 4. Juli geplanten Trainingsauftakt um drei Tage nach hinten verlegt. "Schlebach wollte unbedingt zum Start dabei sein", so Camci. Am 7. Juli werden der neue Trainer und die Mannschaft nun gemeinsam die Saison in Angriff nehmen.

Von Uwe Ross

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