Rumpfteam rutscht aus
29.01.2012 | 15:04 Uhr 2012-01-29T15:04:00+0100
Herner EV -
ESC Darmstadt3:5
Drittelergebnisse: 2:1, 0:1, 1:3.
Tore: 0:1 (3:31), 1:1 (7:59) Miettinen (N. Proyer/Cohut), 2:1 (10:26, 5-4) Arkuszewski (Kuntu-Blankson/N. Proyer), 2:2 (22:32), 3:2 (47:34, 5-4) Panek (Arkuszewski), 3:3 (47:46), 3:4 (58:11, 5-4), 3:5 (59:01, 5-6).
Strafminuten: 4 – 10.
Wie abhängig der HEV von seiner ersten Reihe ist, wurde gegen Darmstadt deutlich. Ohne die gesperrten Marc Höveler, Philipp Louven und Edgars Adamovics unterlagen die Gysenberger dem klug eingestellten Gast aus Hessen.
HEV-Trainer Krystian Sikorski hatte vor 666 Zuschauern notgedrungen auf zwei Sturmreihen umgestellt. Antti-Jussi Miettinen bekam mit Marvin Cohut und Tim Senzek zwei schnelle Techniker zur Seite, den zweiten Angriff bildeten die Proyer-Brüder und Tommy Kuntu-Blankson. Jan-Anton Baron blieb zunächst auf der Bank und sprang erst später für den entkräfteten Marvin Cohut ein.
Zunächst merkte man den Gastgebern die Personalnot kaum an. Der HEV ging gegen gewohnt defensive Darmstädter ordentliches Tempo, machte sich auch nichts aus dem schnellen Rückstand und ging mit einer verdienten Führung in die erste Pause. „Das erste Drittel war zu schnell für uns“, meinte ESC-Trainer Roger Nicholas hinterher.
Nach Wiederbeginn sank das Niveau auf Herner Seite jedoch rapide. Bei immer größeren Ungenauigkeiten im Passspiel gab es kaum noch einen geordneten Spielaufbau, nach dem 2:2 verlegten sich die ratlos wirkenden Gastgeber zunehmend auf Einzelaktionen.
Kein probates Mittel gegen einen Gast, der sich auch weiterhin nicht aus der Reserve locken ließ und kaum Räume bot. „Wir haben nicht mehr zusammengespielt. Die Scheibe lief nicht mehr“, kritisierte hinterher Hernes Sportlicher Leiter Ralf Cassebaum, der auch Topscorer Antti-Jussi Miettinen nicht verschonte.
Der Schlussabschnitt wurde zum Geduldsspiel. Beide Teams belauerten sich, setzten aber weiterhin kaum spielerische Akzente. Wer also würde eine Überzahl nutzen oder dem Gegner mit einem dicken Patzer in die Karten spielen?
Der HEV tat beides. Erst traf Sascha Panek im Powerplay zum vielumjubelten 3:2, nur zwölf Sekunden später verbaselte die Abwehr eine fast schon geklärte Situation und schenkte die ersehnte Führung wieder her. Der Gegner war jetzt konzentrierter, nutzte eine Überzahl zum 3:4 und machte mit einem empty-net-goal alles klar.
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