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Punkt in Unterzahl

14.04.2010 | 23:54 Uhr
Punkt in Unterzahl

Hammer SpVg -
SC Westfalia Herne 0:0

Wenn man fast eine Hälfte in Unterzahl spielt, muss man wohl mit einem Punkt zufrieden sein, selbst wenn man die reifere Mannschaft ist. So wie gestern Abend der SC Westfalia, der ein torloses Remis von der abstiegsbedrohten Hammer SpVg mitbrachte.

Knackpunkt war eine Szene kurz nach der Pause. Marko Onucka hatte nach Doppelpass mit Mirko Urban zum Torschuss ausgeholt, bemerkte nicht, dass Dyballa ein Bein dazwischenstellte, und traf des Hammers Wade. Schiedsrichter Pelgrim gab den Gnadenlosen, rieb Onucka die gelbe Karte unter die Nase. Zum zweiten Mal an diesem Abend, denn zuvor hatte Hernes einzige echte Spitze einmal seinen Mund nicht halten können. Fortan war es mit der schon zuvor nicht übermäßig stark ausgeprägten Herner Torgefährlichkeit vorbei.

Und weil die HSV so bieder und harmlos agierte, wie man sich einen Abstiegskandidaten vorstellt, steuerte die Partie auf ein 0:0 hinaus. Ernsthaft „gefährdet“ war die Nulldiät nur selten. Zunächst in der 73. Minute, als Tim Kilian sich in der eigenen Hälfte einen Ballverlust erlaubte, dessen schädliche Folgen Andy Kluy mit letztem Einsatz vereitelte, als er für den bereits geschlagenen Olli Bautz retten konnte. Auf der anderen Seite kam Sven Jubt nach Urbans Freistoß einen Tick zu spät, um dem Ball noch die entscheidende Richtungsänderung zu verpassen (76.). Zehn Minten später fehlte Jubt nach Julian Alasans Flachschuss erneut nur ein Schritt, um auch seinem neuen Trainer Klaus Täuber seinen Torriecher zu zeigen. Solange die Herner vollzählig waren, hatten sie die Partie absolut unter Kontrolle. Die HSV war lediglich bei Dyballas Standards gefährlich, konnte mit ihren beschränkten spielerischen Mitteln die stabile Herner Deckung aber nicht in Verlegenheit bringen. Die Täuber-Elf zeigte einige gefällige Kombinationen, die jedoch meist am Sechzehner endeten. Ohne den erkrankten Ouro-Akpo fehlte es im Angriff an Durchschlagskraft. „Was gefehlt hat, war der letzte Pass. Sonst haben wir ganz gut gespielt“, war Klaus Täuber nicht unzufrieden.

Wolfgang Volmer

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Tore: 0:1 (2., FE) Aydin, 1:1 (25., FE) Hense, 1:2 (40.) Cavus, 1:3 (88.) Dosedal.