Pflicht erfüllt
10.01.2010 | 22:15 Uhr 2010-01-10T22:15:00+0100
Der Gala in Passau lässt Spitzenreiter Herner EV ein müdes 4:2 gegen Schlusslicht EV Füssen folgen. Shawn McNeil bringt die Gastgeber mit zwei Toren zumindest zahlenmäßig auf Kurs.
Herner EV - EV Füssen 4:2
Drittel: 1:1, 2:0, 1:1.
Tore: 0:1 (12:29), 1:1 (19:04, 5-4) McNeil (Doherty/Mares), 2:1 (26:16, 5-4) McNeil (Burym/Mares), 3:1 (36:52) Schadewaldt (Bader/Flache), 4:1 (51:25) Schenkel (Bader/Flache), 4:2 (59:20).
Strafminuten: 10 - 8.
Klaus Schulze
Von einer erneuten Eishockey-Gala wie am Freitag in Passau war der Herner EV gestern Abend gegen den EV Füssen weit entfernt. „We did what we had to do - wir haben getan, was wir tun mussten”, erklärte HEV-Trainer Jamie McDonald hinterher im inoffiziellen Teil des Pressegeplauders, um anschließend artig den Gegner zu loben. „Kompliment an Füssen. Sie haben nicht wie ein Tabellenletzter gespielt, wir aber auch nicht wie ein Tabellenführer. Wir nehmen die drei Punkte, haben aber noch viel Arbeit vor uns. So zielstrebig wie in Passau waren wir heute nicht.”
Waren sie wirklich nicht, und so quälte sich die Begegnung vor der Saisonminuskulisse von 537 Zuschauern im Gelsenkirchener Sportparadies über weite Strecken ohne große Höhepunkte vor sich hin. Ohne Biss ging der Favorit in die Zweikämpfe, zeigte wenig Zug zum Tor und ermutigte die Gäste aus dem Allgäu zu eigener Initiative.
Diese Halbherzigkeit der Grün-Weiß-Roten führte prompt zur zu diesem Zeitpunkt gar nicht mal sonderlich überraschenden Füssener Führung. HEV-Keeper Stefan Vajs war nach einem leichtsinnigen Puckverlust seiner Mitspieler hinter dem eigenen Tor gegen den völlig freistehenden Johannes Mayr chancenlos.
Erst im Mittelabschnitt nahmen die Gastgeber die Zweikämpfe allmählich an und erarbeiteten sich ein optisches Übergewicht. Allerdings hatte das Schlusslicht gegen die unkonzentrierte Herner Abwehr zu Beginn des zweiten Drittels gleich drei Mal die erneute Führung auf dem Schläger, ehe Shawn McNeil den Spitzenreiter mit seinem zweiten Überzahltreffer zumindest zahlenmäßig auf Kurs brachte.
„Herne hat aus wenig viel gemacht. Wir haben wieder einmal gut gespielt und vieles richtig gemacht, aber es fehlte die Konsequenz im Abschluss”, zeigte Gästetrainer Georg Holzmann den Unterschied auf. So riesig wie in der aktuellen Tabelle war der gestern in der Tat nicht.
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