Das aktuelle Wetter Essen 10°C
Eishockey

Ohne vier gegen Darmstadt

26.01.2012 | 18:49 Uhr
Ohne vier gegen Darmstadt
Der Herner EV erwartet am Freitag die Darmstadt Dukes am Gysenberg. Foto: Olaf Ziegler / WAZ FotoPool

Nach dem Skandalspiel mit der Niederlage in Neuwied ist der HEV im Kampf um den Wiederaufstieg in die Oberliga unter Druck geraten. Gegen den ESC Darmstadt muss Trainer Krystian Sikorski heute am Gysenberg (20 Uhr) gleich auf vier Akteure verzichten.

„So eine schlechte Schiedsrichterleistung habe ich in den letzten zehn Jahren nicht mehr gesehen“, regte sich HEV-Mannschaftsführer Patrick Walter am letzten Sonntag auf. Zwar verteilten sich die 240 Strafminuten fast paritätisch, doch bei den großen Sanktionen gegen Herne traf es aus Neuwieder Sicht ziemlich genau die „Richtigen“. Mit Marc Höveler, Edgars Adamovics und Philipp Louven wurden samt und sonders Spieler aus dem ersten Gästeblock vorzeitig unter die Dusche geschickt, wobei der HEV-Kapitän nach seiner Matchstrafe mit einer Sperre für mindestens drei Spiele rechnen muss.

Auch Dominik Ballnus steht heute nicht zur Verfügung. Der Angreifer verbrachte die Nacht auf Montag nach einem Pucktreffer mit einem tiefen Cut im Gesicht in der Koblenzer Augenklinik und wurde inzwischen ins Krankenhaus nach Bochum-Langendreer verlegt. Selbst bei optimalem Heilungsverlauf ist auch am nächsten Wochenende in Krefeld mit dem 20-jährigen kaum zu rechnen. Weniger schlimm erwischte es Niklas Proyer. Da sich der Verdacht auf Gehirnerschütterung nicht bestätigte und der Stürmer schon wieder mittrainierte, dürfte einem Einsatz gegen die Dukes nichts im Wege stehen.

Die rechnen sich natürlich gegen den ersatzgeschwächten Gegner durchaus realistische Chancen aus. Gestützt auf ihre starke Defensive um Keeper Ilja Doroschenko machte der ESC dem HEV schon beim ersten Gastspiel am Gysenberg das Leben schwer und brach nach einer 3:0-Führung erst im letzten Drittel ein. Beim 6:1 im Rückspiel hatten die Grün-Weiß-Roten dann allerdings deutlich weniger Probleme.

Besonders gefordert sind gegen die Hessen zweifellos die beiden letzten Verbliebenen aus dem ersten Herner Block. „Sascha Panek und Antti-Jussi Miettinen werden wohl viel Eiszeit kriegen“, mutmaßt HEV-Pressesprecher Jesper Dahl-Jörgensen. Angreifer Tim Senzek, der in Neuwied studiumsbedingt fehlte, kehrt ins Aufgebot zurück.

Klaus Schulze

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6287297/create

Aktuelle Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Gemischte Gefühle
Tischtennis
Mit gemischten Gefühlen fährt der TTC Ruhrstadt am Sonntag zum SV Werder Bremen, wo um 15 Uhr das nächste Bundesligaspiel beginnt. Zu frisch sind noch die beiden Niederlagen (im Pokal und eine Woche später in der Liga) in Erinnerung, die den bisherigen Saisontiefpunkt für die Herner markierten....
Mit Rekord zum Gold
Leichtathletik
Im baden-württembergischen Sindelfingen bei Stuttgart wuchs einst Hollywood-Regisseur Roland Emmerich (Independence Day, Godzilla, The Day After Tomorrow) auf. Was Patrick Held am vergangenen Wochenende bei den Winterwurfmeisterschaften dort vollbrachte, ist ebenfalls filmreif. Der 16-jährige...