Noch viel Luft nach oben
26.09.2010 | 22:35 Uhr 2010-09-26T22:35:00+0200
Herner EV -
Königsborner JEC
7:2
Der Anfang ist gemacht, doch das Oberliga-Auftaktspiel gegen den Königsborner JEC wurde für den HEV zu einem harten Stück Arbeit. Auch wenn am Freitag schließlich ein klarer Sieg für die Gysenberger auf der Anzeigetafel stand, täuschte das Ergebnis nicht darüber hinweg, dass HEV-Coach Alexander Jacobs mit seinem Team noch viel Nachholbedarf in den Trainingseinheiten haben dürfte.
Dabei hätten es sich die Gastgeber vor 857 Zuschauern wesentlich leichter machen können. Mit einer furiosen Anfangsphase, der frühen Führung nach nur neun Sekunden und Chancen im Minutentakt waren alle Voraussetzungen für eine schnelle Vorentscheidung gegeben, doch Gäste-Goalie David Lee-Paton hielt seine Mannschaft mit großartigen Reaktionen im Spiel.
„Wir haben die ersten zehn Minuten verschlafen. Das 1:0 nach neun Sekunden darf nicht fallen“, rügte KJEC-Trainer Willi Tesch den müden Beginn seines Teams, das sich aber im weiteren Verlauf immer besser auf die Herner Angreifer einstellte. Nils Liesegang und Curtis Billsten zeigten zwar, das hier ein Oberliga-Topduo zusammenwachsen könnte, doch auch sie wirkten angesichts des angerührten Betons auf Königsborner Seite zunehmend ratlos. Die Gäste ließen jetzt immer weniger Herner Chancen zu, warteten geduldig auf ihre spärlichen Möglichkeiten und schlugen bei Überzahl konsequent zu.
Dass der Gegner schon wesentlich länger im Eistraining stand als der HEV, weckte auf Herner Seite vor dem Schlussabschnitt sogar die nicht unbegründete Befürchtung, die Waagschale könne sich vollends zugunsten der Gäste neigen. „Ich weiß nicht, wie es ausgegangen wäre, wenn Unna das 2:3 gelungen wäre“, meinte hinterher auch Alexander Jacobs.
Der HEV-Trainer konnte erst nach einem Doppelschlag seiner Torfabrik aufatmen. Königsborn resignierte nach dem 4:2 und geriet in der Schlussphase doch noch klar auf die Verliererstraße.
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