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Noch viel Arbeit

03.08.2010 | 23:03 Uhr
Noch viel Arbeit
Auch mit vereinten Kräften können sich Westfalias Faysel Khimiri (2.v.l.) und Sven Jubt (r.) nicht gegen die Wattenscheider Abwehr durchsetzen. Foto: Ute Gabriel / WAZ FotoPool

SG Wattenscheid 09 -
SC Westfalia Herne 1:0

Die nächsten zehn Tage müssen Klaus Täuber und seine Westfalia gut nutzen, sonst gibt es gegen die Herner Filiale aus Velbert zum Auftakt der NRW-Liga ein böses Erwachen. Was Sven Barton, Christopher Ditterle und Norman Seidel am Dienstagabend in Sodingen von ihren früheren Mannschaftskameraden zu sehen bekamen, war jedenfalls kaum dazu angetan, bei Frank Schulz und seinen Mannen Angst und Schrecken zu verbreiten.

Über eines gab es nach dem für den weiteren Turnierverlauf eher bedeutungsarmen Spiel keine zwei Meinungen: Die fußballerisch bessere Mannschaft hatte verdient gewonnen. Gegen die kleinen, be­weglichen und technisch gut ausgebildeten Wattenscheider wirkten die Herner Recken häufig arg unbeholfen. Oft blieb ihnen wenig anderes übrig, als mit langen Bällen ihr Glück zu versuchen, weil ihnen die Wattenscheiden im Kurzpassspiel klar überlegen waren. „Damit kann ich nicht zufrieden sein“, meinte auch Klaus Täuber. „Wir waren in den Eins-gegen-Eins-Situationen auf den Flügeln zu harmlos. Wenn man mit Stürmern wie Lewejohann und Jubt spielt, muss einfach mehr von außen kommen“, sah der „Boxer“ noch viel Arbeit auf sich zukommen.

Hinten standen die Herner allerdings schon ganz gut, ließen aus dem Spiel zunächst kaum etwas zu. Im Gegenteil. Die ersten Halbchancen boten sich sogar den Hernern, doch Lewejohanns Kopfball zischte über den Querbalken (13.) und Faysel Khimiri schaufelte Keeper Euler das Leder aus guter Position in die Fänge.

Dass die im Durchschnitt gefühlt 20 Zentimeter größeren Herner das Tor des Tages ausgerechnet per Kopf nach einer Ecke kassierten, konnte Trainer Täuber kaum fassen. „Das geht gar nicht. Den Ball muss man am ersten Pfosten abfangen“, ärgerte er sich über den Stellungsfehler, der Ridvan Güleryuz frei zum Kopfball kommen ließ.

Danach hatte Wattenscheid leichtes Spiel. Mit etwas mehr Präzision bei ihren Kontern hätte die Elf von André Pawlak das Spiel entscheiden können, noch bevor der SCW bei seiner wütenden Schlussattacke durch Tim Kilian (75.) und Ludwig Asenso (88.) doch noch zu Chancen kam.

Wolfgang Volmer

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Tore: 0:1 (2., FE) Aydin, 1:1 (25., FE) Hense, 1:2 (40.) Cavus, 1:3 (88.) Dosedal.