Lazarett füllt sich
22.01.2009 | 19:35 Uhr 2009-01-22T19:35:46+0100HEV geht mit personellem Engpass ins Topspiel gegen Nord-Spitzenreiter Hannover. Marr, Pigache und Beauregard fallen verletzt aus. Hamann und Rehthaler fraglich. Crusaders rechnen dennoch mit 2000 Zuschauern
EISHOCKEY OBERLIGA Ausgerechnet vor dem heutigen Spitzenspiel gegen Nord-Tabellenführer Hannover (Beginn 20 Uhr) gehen dem Herner EV allmählich die Spieler aus. Dabei drückt Trainer Niklas Sundblad vor allem in der Defensive der Schuh. Steve Marr droht mit einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich bis Ende Februar auszufallen, bei Martin Hamann (Beckenprellung) und Martin Rehthaler Leistenzerrung) liegt die Einsatzchance für heute allenfalls bei 50 Prozent.
In der Offensive fehlen neben Danny Beauregard (Wirbelsäulenprellung) und Sebastian Pigache (Syndesmosebandriss) auch Johannes Sedlmayr und Michael Rimbeck, die sich mit guten Leistungen für einen weiteren DEL-Einsatz beim Kooperationspartner Duisburg empfohlen haben. Einschließlich des wiedergenesenen Christopher Mauch stehen den Gastgebern damit eventuell nur zwölf Feldspieler zur Verfügung.
Mit einem ähnlichen Rumpfteam machte der HEV den Indians allerdings schon einmal das Leben schwer. Am vorletzten Tag des alten Jahres unterlagen die dezimierten Crusaders am Pferdeturm denkbar knapp mit 2:3 und strotzen im Moment zudem vor Selbstvertrauen. Nach vier Siegen in Folge sind die gröbsten Abstiegssorgen erst einmal vom Tisch, mit einer disziplinierten Spielweise soll es nun auch dem Aufstiegskandidaten an den Kragen gehen.
"Unnötige Strafzeiten müssen vermieden werden. Keine Mannschaft spielt das Powerplay so geduldig aus wie Hannover", weiß Matthias Roos und wird von der Statistik bestätigt. In Über- und Unterzahl sind die Niedersachsen nämlich absolute Ligaspitze.
Der HEV-Geschäftsführer rechnet zudem mit einem neuen Zuschauerrekord. Bis gestern war fast das gesamte Vorverkaufskontingent an den Fan gebracht, so dass die 2000er-Marke am Gysenberg erstmals in der laufenden Saison geknackt werden könnte.
Die Sonntagspartie in Bad Nauheim (Beginn 18.30 Uhr) gerät unter diesen Umständen fast zur Nebensache. Gegen die Kurhessen konnte zwar bisher noch nicht gepunktet werden, doch in drei von vier Duellen mit den Roten Teufeln ging es äußerst knapp zu.
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